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Coinbase könnte in den kommenden Jahren erheblich mehr durch seine Stablecoin-Aktivitäten verdienen. Das berichtet Bloomberg Intelligence unter Berufung auf neue US-Gesetzgebung zu Stablecoins und einer steigenden Nachfrage nach digitalen Dollars.
Sollte die Nutzung von USD Coin (USDC) als Zahlungsmittel weiter zunehmen, könnten die Einnahmen für Coinbase aus diesem Bereich zwei- bis siebenmal höher ausfallen.
Analysten von Bloomberg Intelligence gehen davon aus, dass die Stablecoin-Einnahmen von Coinbase in den kommenden Jahren zwei- bis siebenfach steigen könnten. Wie groß der Sprung wird, hängt vor allem davon ab, ob USDC auch außerhalb des Kryptomarkts als Zahlungsmittel durchbricht.
Die Zahlen zeigen, dass USDC bereits stark wächst. Im Jahr 2025 verarbeitete der Kryptomarkt einen rekordverdächtigen Betrag von 33 Billionen Dollar an Stablecoin-Transaktionen. Mehr als die Hälfte davon, 18,3 Billionen Dollar, lief über USDC vom Emittenten Circle.
Gleichzeitig verliert der Konkurrent Tether (USDT) an Boden. Die Marktkapitalisierung von USDT sank in den vergangenen Wochen von 186,6 auf etwa 183,7 Milliarden Dollar. USDC hingegen stieg von 70 auf rund 74,8 Milliarden Dollar.
Coinbase profitiert direkt von diesem Wachstum. Das Unternehmen erhält über einen Deal mit Circle einen festen Anteil an den Zinseinnahmen der USDC-Reserven. Diese Zusammenarbeit besteht seit 2018, als beide Parteien die Stablecoin gemeinsam einführten. Letztes Jahr brachte dies Coinbase 1,35 Milliarden Dollar ein, was 19 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte.
In Washington wird über eine Gesetzgebung diskutiert, die die Zinsstruktur von Stablecoins verändern könnte. Der aktuelle Vorschlag des Clarity Acts verbietet es Emittenten und Kryptobörsen, Zinsen oder Erträge auf Stablecoins wie USDC auszuzahlen. Der Grund: Banken befürchten, dass Spareinlagen schneller zu digitalen Dollars abfließen, sobald dort Renditen geboten werden.
Für Nutzer wäre ein solches Verbot nachteilig, da sie keine Vergütungen mehr auf ihre USDC-Guthaben erhalten würden. Für Coinbase könnte der Effekt jedoch genau das Gegenteil sein.
CEO Brian Armstrong erklärte Anfang dieses Monats während einer Quartalsbesprechung: Das Unternehmen gibt derzeit den Großteil der empfangenen Zinsen an die Kunden weiter. Fällt diese Verpflichtung weg, behält Coinbase diese Einnahmen selbst.
Der Clarity Act verzögerte sich aufgrund politischer Uneinigkeit im Kongress. Das Zinsverbot für Stablecoins führte zu einem Konflikt zwischen Banken und Krypto-Unternehmen. Coinbase zog sich im Januar sogar aus den Verhandlungen zurück, da der Vorschlag nach Ansicht des Unternehmens den Sektor zu sehr einschränkte.
Inzwischen scheinen sich beide Lager anzunähern. Es wird an einem Kompromiss gearbeitet, wodurch eine Verabschiedung im Laufe dieses Jahres realistischer wird. Das Gesetz könnte bereits im April verabschiedet werden.
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