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Die US-Investmentbank Citigroup hat ihre Erwartungen für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) deutlich gesenkt. Nach Einschätzung der Bank bleibt der Kryptomarkt durch anhaltende Abflüsse aus Krypto-ETFs, nachlassendes Anlegerinteresse und die fehlende US-Regulierung für digitale Vermögenswerte unter Druck. Für eine kräftige Erholung sieht Citi daher vorerst wenig Spielraum.
Für die kommenden zwölf Monate rechnet die Bank nun mit einem Bitcoin-Kurs von 82.000 Dollar. Das ist eine deutliche Korrektur gegenüber der bisherigen Prognose von 112.000 Dollar. Auch die Erwartung für Ethereum wurde gesenkt, von 3.175 Dollar auf 2.240 Dollar.
Als wichtigsten Grund für die Abwärtsrevision nennt Citigroup die verschlechterte Lage bei Krypto-ETFs.
Hatte Citi bislang noch mit Nettozuflüssen von 10 Milliarden Dollar in Krypto-ETFs in den kommenden zwölf Monaten gerechnet, geht die Bank nun nicht mehr von Zuflüssen aus. Im Gegenteil: Citi zufolge sind in diesem Jahr bereits rund 3,3 Milliarden Dollar aus Bitcoin-ETFs abgeflossen.
Diese Abflüsse machen sowohl private als auch institutionelle Anleger vorsichtiger. Nach Einschätzung der Bank dürfte die Nachfrage nach Kryptowährungen erst wieder anziehen, wenn sich die Kapitalströme in Richtung ETFs erholen.
Auch der Markt selbst bleibt schwach. Der Bitcoin-Kurs bewegt sich um 58.800 Dollar und liegt damit weit unter dem im vergangenen Jahr erreichten Rekordhoch von 126.223 Dollar. Auch Ethereum zeigt sich schwach. Der Coin notiert bei rund 1.586 Dollar, dem niedrigsten Stand seit April 2025.
Citi zufolge notieren sowohl Bitcoin als auch Ethereum inzwischen unter ihren langfristigen Durchschnittswerten. Viele Analysten werten das als Hinweis darauf, dass die negative Marktstimmung vorerst anhält.
Neben den ETF-Abflüssen verweist Citigroup auf die schleppenden Fortschritte bei der US-Kryptogesetzgebung. Die Bank erwartet, dass viele Anleger abwarten, bis mehr Klarheit über die Regeln für digitale Vermögenswerte besteht.
Hinzu kommt nach Einschätzung von Citi ein weiteres Risiko. Unternehmen mit großen Bitcoin-Beständen könnten künftig einen Teil ihrer Reserven verkaufen. Eine solche Verkaufswelle könnte den Bitcoin-Kurs zusätzlich belasten.
Zudem beobachtet die Bank, dass Anleger ihr Kapital zunehmend in Richtung künstliche Intelligenz umschichten. Dadurch fließt weniger Kapital in den Kryptosektor als zuvor erwartet.
Citigroup skizziert zudem ein pessimistisches Szenario für die kommenden zwölf Monate. Sollte die Weltwirtschaft in eine Rezession geraten und sollten die Abflüsse aus Krypto-ETFs anhalten, könnte der Bitcoin-Kurs nach Einschätzung der Bank auf etwa 53.000 Dollar fallen.
Für Ethereum erwartet Citi in diesem Szenario einen Rückgang auf rund 1.094 Dollar.
Ein nachhaltiger Aufschwung wird nach Einschätzung der Bank vor allem von drei Faktoren abhängen: einer Rückkehr der Zuflüsse in Krypto-ETFs, mehr Klarheit bei der US-Regulierung und einem erneuten Anlegerinteresse an digitalen Vermögenswerten. Solange diese Entwicklungen ausbleiben, dürften Bitcoin und Ethereum anfällig für wirtschaftliche Unsicherheit und Schwankungen der Marktstimmung bleiben.
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