Ein Top-Analyst der amerikanischen Bank Citi warnt, dass der Erfolg des Softwareunternehmens Palantir Technologies möglicherweise nicht von Dauer ist. Das Unternehmen, das unter anderem von Investor Peter Thiel mitgegründet wurde, profitiert derzeit von dem großen Interesse an künstlicher Intelligenz.
Palantir wird starke Position verlieren
Laut Analyst Tyler Radke hat Palantir eine starke Position, weil Organisationen weltweit ihre Daten in Ordnung bringen müssen, bevor sie AI-Anwendungen einsetzen können. „Ihr Datenontologie-Produkt hilft Unternehmen und Regierungen weltweit und öffnet Türen bei großen Institutionen, sogar bei Banken,“ sagte Radke in einem Interview mit CNBC.
Dennoch äußert der Analyst Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieses Vorsprungs. „Heute sehen wir keinen klaren Konkurrenten, aber das kann sich ändern. In dem Maße, wie AI sich weiterentwickelt und große Sprachmodelle in Produktion gehen, steht die Frage im Raum, ob Palantir seinen Vorteil behalten kann.“
Aktienkurs seit Januar verdoppelt
Palantir ist dieses Jahr stark an der Börse gestiegen. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 156 Dollar, mehr als eine Verdoppelung seit Januar. Damit ist der Marktwert auf über 370 Milliarden Dollar gestiegen.
Radke betont, dass Palantir ein hervorragend funktionierendes Produkt hat, aber dass die Risiken für Investoren zunehmen. „Der Rest der Branche folgt ihrem Beispiel und verfügt über enorme Mittel. Die Phase, in der die Datenorganisation im Mittelpunkt steht, wird sich weiterentwickeln. Dies ist erst der Anfang des AI-Marktes.“
Thiel investiert groß in Ethereum
Neben Investitionen in Technologieunternehmen ist Thiel mittlerweile auch als großer Befürworter von Ethereum bekannt. So beginnt er, kräftig in Unternehmen zu investieren, die Ethereum als Reserve-Asset kaufen.
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