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Vermögensverwalter Charles Schwab bereitet einen bemerkenswerten Schritt vor. Auf einer Konferenz in New York kündigte CEO Rick Wurster an, dass sich das Unternehmen künftig deutlich stärker auf Krypto ausrichten will. Damit folgt der Vermögensverwalter einem breiteren Trend, bei dem traditionelle Finanzinstitute vermehrt auf digitale Assets setzen.
Rick Wurster gab am Mittwoch auf der Reuters NEXT-Konferenz in New York bekannt, dass das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte 2026 Spot-Krypto-Trading anbieten will. Die Produkte werden zunächst intern mit Mitarbeitenden und einer kleinen Kundengruppe getestet, bevor eine breitere Einführung folgt.
Die Expansion in den Krypto-Bereich erfolgt kurz nach der Übernahme der Handelsplattform Forge Global für 660 Millionen Dollar. Durch diesen Deal erhält Schwab Zugang zu einer Plattform, die sich auf den Handel mit privaten Aktien von noch nicht börsennotierten Unternehmen konzentriert – ein Bereich, der auch für digitale Assets relevant ist.
Die Ankündigung markiert eine auffällige Kursänderung für den Finanzriesen. Schwab gehört zu den größten Finanzdienstleistern der Vereinigten Staaten und betreut Millionen von Kunden. Die Einführung von Krypto-Trading fügt sich in die übergeordnete Strategie ein, Anlegern mehr Investitionsmöglichkeiten zu eröffnen.
Laut CEO Rick Wurster schließt das Unternehmen weitere Expansionen im Kryptosektor über Übernahmen nicht aus. „Wenn sich die richtige Gelegenheit zum richtigen Preis ergibt, würden wir sie auf jeden Fall in Betracht ziehen“, erklärte er.
Die Entscheidung von Schwab passt in den Trend, dass sich immer mehr traditionelle Institute in Richtung Krypto bewegen. So hat auch Vanguard, jahrelang ein entschiedener Gegner digitaler Währungen, kürzlich den Handel mit regulierten Krypto-Exchange-Traded Funds (ETF) zugelassen. Kunden können über die Plattform nun in Produkte investieren, die unter anderem auf Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), XRP und Solana (SOL) basieren.
Dieser Kurswechsel ist unter anderem dem neuen CEO Salim Ramji zu verdanken, der Blockchain-Technologie deutlich aufgeschlossener gegenübersteht. Laut Vanguard gelten Krypto-ETF inzwischen als ausreichend stabil, und die Kundennachfrage sei schlicht zu groß, um sie zu ignorieren.
Zudem experimentieren große Banken immer häufiger mit eigenen Kryptotoken. So führte der Bankriese JPMorgan vor kurzem seinen eigenen Deposit-Token JPM Coin ein. Diese digitale Einheit ähnelt einem Stablecoin, repräsentiert jedoch tatsächlich US-Dollar, die bereits auf einem Bankkonto bei JPMorgan liegen. Sie richtet sich an institutionelle Kunden, die große Geldbeträge schnell und effizient transferieren wollen.
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