Charles Hoskinson, Gründer von unter anderem Cardano (ADA), äußerte sich heute während einer Q&A-Session auf der Consensus-Konferenz. Dort machte er einige bemerkenswerte Aussagen zu seinem neuen Blockchain-Projekt Midnight, das den Fokus auf Privatsphäre legt.

Privatsphäre für Milliarden unbewusster Nutzer

Neben dem Cardano-Projekt ist Hoskinson auch Gründer von Input Output Global, dem Unternehmen, das an der Entwicklung von Midnight arbeitet. Diese neue Blockchain, die auf dem Cardano-Netzwerk läuft, soll Privatsphäre für Nutzer zur Norm machen, die sich normalerweise nicht aktiv darum kümmern.

Laut Hoskinson richtet sich Midnight nicht an dieselbe Zielgruppe wie bestehende Privacycoins wie Monero und ZCash. „Midnight ist speziell für die Milliarden von Nutzern gedacht, die nicht wussten, dass sie Privatsphäre benötigen“, erklärte er. Nutzer von Monero und ZCash sind sich bereits der Bedeutung von Privatsphäre bewusst, doch Midnight will die breite Masse ansprechen.

Auf der Midnight-Blockchain ist Privatsphäre als Standard eingebaut, anstatt wie bei anderen Projekten eine optionale Funktion zu sein. Hoskinson betonte zudem, dass Midnight keine Konkurrenz für Cardano darstellen wird, sondern das Ökosystem vielmehr stärken soll.

Die öffentliche Einführung von Midnight ist für die letzte Märzwoche geplant. Bis dahin werden noch Tests durchgeführt, um die Funktionalität zu verfeinern.

AI-Bots testen skalierbare Privatsphäre

Während der Veranstaltung kündigte Hoskinson auch die Midnight City Simulation an: eine interaktive Plattform, die zeigt, wozu Midnight in der Lage ist. Die Plattform arbeitet mit drei Rollen – Publikum, Auditor und „Gott“ – die jeweils ein anderes Zugriffslevel haben. Je höher die Rolle, desto mehr Einblick in die Daten. So wird Privatsphäre gewährleistet, es sei denn, der Zugang ist unbedingt erforderlich.

Die Simulation nutzt AI-Bots, um eine große Menge zufälliger Transaktionen auszuführen. Damit soll getestet werden, ob das Netzwerk für den Einsatz in der realen Welt geeignet ist.

Die Simulation wurde inzwischen gestartet, ist aber noch nicht für alle zugänglich. Ab dem 26. Februar können alle Interessierten teilnehmen und selbst erleben, wie die Privacychain funktioniert.

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