Alex Mashinsky, der Gründer und ehemalige Geschäftsführer der insolventen Kryptoplattform Celsius Network, ist endgültig aus der Kryptoindustrie ausgeschlossen worden. Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat mit ihm eine Einigung über 10 Millionen Dollar erzielt, um einen langwierigen Rechtsstreit zu beenden.
Ursprünglich verhängte die FTC gegen Mashinsky eine Geldstrafe von 4,7 Milliarden Dollar aufgrund der enormen Verluste nach dem Bankrott von Celsius im Jahr 2022. Der Großteil dieser Summe wurde jedoch ausgesetzt, sodass er vorerst nur 10 Millionen Dollar zahlen muss. Die vollständige Strafe könnte dennoch fällig werden, falls sich herausstellt, dass Mashinsky Vermögenswerte verschwiegen oder falsche finanzielle Angaben gemacht hat.
Lebenslanges Verbot und strikte Auflagen
Im Rahmen der Einigung gilt ein lebenslanges Verbot für Aktivitäten in der Kryptobranche. Mashinsky darf keine Produkte oder Dienstleistungen mehr bewerben, anbieten oder unterstützen, die mit der Einzahlung, dem Handel oder der Investition in digitale Vermögenswerte zu tun haben. Dieses Verbot gilt sowohl direkt als auch indirekt.
Zusätzlich ist er verpflichtet, über einen Zeitraum von bis zu 18 Jahren Finanzdaten zu führen und den Behörden zu melden. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass seine finanziellen Aktivitäten überwacht werden.
Strengere Regulierung in der Kryptobranche
Der Fall Mashinsky fügt sich in einen breiteren Trend strengerer Regulierung in der Kryptobranche ein. US-amerikanische Aufsichtsbehörden haben in den letzten Jahren mehrere Untersuchungen und Klagen gegen Manager insolventer Kryptounternehmen wie BlockFi und Genesis eingeleitet. Die Einigung mit Mashinsky ist eines der jüngsten Beispiele.
Celsius Network meldete 2022 Insolvenz an, nachdem es plötzlich Kundenauszahlungen eingefroren hatte. Dadurch konnten Nutzer nicht mehr auf ihre Guthaben zugreifen, die zusammen Milliarden von Dollar ausmachten. Der Bankrott war eines der größten Ereignisse während der Kryptowährungskrise jenes Jahres.
Haftstrafe und Betrugsfall
Mashinsky verbüßt derzeit eine zwölfjährige Haftstrafe. Im Dezember 2024 bekannte er sich des Betrugs und der Manipulation des Preises des CEL-Tokens (CEL), der Kryptowährung von Celsius, schuldig.
Laut der FTC stellte sich Celsius als innovatives Finanzplattform dar, funktionierte jedoch in Wirklichkeit anders. Ein Vertreter der Aufsichtsbehörde bezeichnete das Unternehmen zuvor als ein Beispiel für Täuschung innerhalb der Branche.
Mit dem lebenslangen Verbot und den finanziellen Sanktionen wollen die Aufsichtsbehörden ein deutliches Signal senden, dass Verstöße in der Kryptoindustrie schwer bestraft werden.
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