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Der Kurs von Cardano (ADA) ist weiter abgerutscht. Im Zuge des breiten Krypto-Crashs gestern fiel ADA kurzzeitig sogar unter die Marke von 0,14 US-Dollar. Der starke Rückgang fiel mit einem gravierenden Sicherheitsvorfall zusammen. Der Wallet-Anbieter SecondFi wurde Opfer eines Hacks, bei dem ADA im Wert von mehreren Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Was genau ist passiert?
SecondFi, früher unter dem Namen Yoroi bekannt, verlor bei drei getrennten Angriffen rund 16 Millionen ADA im Wert von etwa 2,4 Millionen US-Dollar. Möglicherweise ist ein deutlich größerer Betrag gefährdet.
SecondFi bestätigte, dass Hacker eine Schwachstelle in der eigenen Software zur Erstellung von Wallets ausnutzten. Betroffen waren 374 Wallets.
Das Sicherheitsunternehmen SlowMist schätzt, dass möglicherweise sogar 129 Millionen ADA verschwunden sind. Der Gesamtschaden könnte damit auf mehr als 20 Millionen US-Dollar steigen. Diese Summe ist bislang nicht bestätigt und wird derzeit von einer unabhängigen Stelle geprüft.
Nach Angaben von SecondFi liegt die Schwachstelle auf Adressebene. Deshalb reicht es nicht aus, eine Seed-Phrase in eine andere Wallet zu importieren, um Nutzer zu schützen. Das Risiko entsteht, sobald ein betroffener Nutzer eine Transaktion signiert. Geschädigte müssen ihren Anspruch daher direkt bei SecondFi geltend machen.
Cardano-Gründer Charles Hoskinson betonte, dass der Hack im Vergleich zu manchen anderen Angriffen in der Kryptobranche relativ begrenzt sei. Zugleich räumte er ein, dass jeder Verlust für die betroffenen Nutzer schwer wiege.
ADA notiert derzeit bei rund 0,15 US-Dollar. Damit steht der Coin auf dem niedrigsten Niveau seit 2020. Der Kontrast zum vorherigen Zyklus ist deutlich. In den Jahren 2020 und 2021 stieg Cardano zu einem der größten Kryptoprojekte der Welt auf. ADA erreichte damals ein Rekordhoch von mehr als 3 US-Dollar und zählte zeitweise zu den größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung.
Im vergangenen Zyklus blieb eine vergleichbare Erholung aus. Der Kurs stieg Ende 2024 kurzzeitig über 1 US-Dollar, blieb damit aber weit unter dem Allzeithoch von 2021. Inzwischen ist der ADA-Kurs sogar tiefer gefallen als während des vorherigen Bärenmarkts.

Auch im Cardano-Ökosystem herrscht Unruhe. Hoskinson stellte deshalb kürzlich einen neuen Plan zur Reform der Entscheidungsprozesse im Netzwerk vor, nachdem sich Vertreter und Entwickler zunehmend uneinig gezeigt hatten.
Der SecondFi-Hack betraf zwar nicht das Cardano-Protokoll selbst, beschädigt aber das Vertrauen in das breitere Ökosystem. Angesichts der ohnehin pessimistischen Marktstimmung kommt der Vorfall zudem zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Neben technischen Fortschritten muss Cardano daher auch das Vertrauen von Nutzern und Anlegern zurückgewinnen.
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