Bankgigant Cantor Fitzgerald arbeitet unter der Leitung von Vorsitzendem Brandon Lutnick an einem Bitcoin-Investitionsfonds von 4 Milliarden Dollar. Der Fonds wird mittels einer sogenannten SPAC-Struktur aufgesetzt.
Der Deal ist eine Zusammenarbeit mit Bitcoin-Legende Adam Back, dem CEO von Blockstream, der für 3,5 Milliarden Dollar an Bitcoin mitbringt.
Adam Back bringt 30.000 Bitcoin ein
Das Investitionsvehikel, Cantor Equity Partners 1, wird zu BSTR Holdings umgeformt. Adam Back wird dabei 30.000 Bitcoin einbringen, die einen aktuellen Wert von 3,5 Milliarden Dollar haben. Im Gegenzug erhält Back Aktien in der neuen Entität.
Anschließend muss der verbleibende Teil des angestrebten 4 Milliarden Dollar über externe Investoren aufgebracht werden. Laut Quellen der Financial Times wird auf maximal 800 Millionen Dollar an neuem Kapital abgezielt, das verwendet wird, um mehr Bitcoin zu kaufen.
Ein offizieller Abschluss des Deals wird möglicherweise schon diese Woche erwartet, obwohl die Bedingungen noch ändern können.
SPAC-Struktur als Vehikel für Bitcoin-Investitionen
Die Konstruktion mit einem SPAC, einer leeren börsennotierten Gesellschaft, die auf der Suche nach einem Übernahmekandidaten oder einer Investition ist, wird immer häufiger für große Deals in der Krypto-Welt verwendet.
Cantor Fitzgerald verwendete dieses Modell bereits früher in diesem Jahr für eine andere Bitcoin-Zusammenarbeit: das Aufsetzen von Twenty One Capital, in Zusammenarbeit mit SoftBank, Bitfinex und Stablecoin-Herausgeber Tether.
Der Deal war gut für 3,6 Milliarden Dollar. Laut Schätzungen könnte Cantor über BSTR Holdings und Twenty One Capital in diesem Jahr insgesamt fast 10 Milliarden Dollar an Bitcoin kaufen.
Damit etabliert es sich fest zwischen Parteien wie Strategy (früher MicroStrategy), die zuvor den Ton für die institutionelle Adoption von Bitcoin angaben.
Bitcoin-Adoption unter Unternehmen beschleunigt sich
Die Ankündigung kommt zu einem strategischen Zeitpunkt. In den Vereinigten Staaten wurde diese Woche zur Crypto Week ernannt, in der republikanische Gesetzgeber über neue Gesetzgebung rund um digitale Währungen diskutieren. Das Timing des Deals unterstreicht laut Analysten das wachsende Vertrauen, das Institutionen in Bitcoin als strategisches Gut haben.
Das Interesse von Unternehmen an Bitcoin wächst in den letzten Quartalen. Öffentliche Unternehmen kauften in drei aufeinanderfolgenden Quartalen mehr Bitcoin als börsennotierte Fonds (ETFs). Das nährt nicht nur den Preisanstieg von Bitcoin, sondern festigt auch das Narrativ von Bitcoin als Konkurrent von Gold.
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