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Ethereum (ETH) zählt inzwischen zu den energieeffizientesten großen Blockchains der Welt. Das geht aus einer neuen Studie des Cambridge Centre for Alternative Finance (CCAF) der University of Cambridge hervor.
Nach Einschätzung der Forscher schneidet Ethereum besonders gut ab, wenn der Stromverbrauch ins Verhältnis zum wirtschaftlichen Wert des Netzwerks gesetzt wird. Viele andere große Proof-of-Stake-Blockchains bleiben dahinter zurück.
Der Studie zufolge verbraucht Ethereum pro Jahr rund 7,87 Gigawattstunden (GWh) Strom. Bereinigt um die Marktkapitalisierung entspricht das lediglich 33 Kilowattstunden (kWh) je 1 Million Dollar Marktwert.
Damit landet Ethereum unter den untersuchten Proof-of-Stake-Blockchains auf dem zweiten Platz. Nur die BNB Chain kommt auf einen besseren Wert.
Auffällig ist der Abstand zu Solana (SOL). Das Netzwerk verbraucht Schätzungen zufolge jährlich 13,48 GWh Strom. Bereinigt um die Marktkapitalisierung kommt Solana auf rund 283 kWh je 1 Million Dollar Marktwert. Das ist etwa 8,5-mal so viel wie bei Ethereum.
Laut Cambridge verbrauchen alle untersuchten Proof-of-Stake-Netzwerke zusammen rund 38 GWh pro Jahr. Der Bericht gilt als eine der umfassendsten Analysen zum Energieverbrauch von Ethereum seit der Umstellung auf Proof of Stake.
Ein zentraler Bestandteil der Studie ist die Wirkung von The Merge, dem großen Netzwerk-Upgrade, das Ethereum im September 2022 vollzogen hat. Bei dieser Umstellung wurde das energieintensive Proof-of-Work-System durch Proof of Stake ersetzt.
Während zuvor Miner mit leistungsstarken Rechnern Transaktionen verarbeiteten, wird das Netzwerk heute von Validatoren abgesichert. Sie hinterlegen Ether als Sicherheit, um Transaktionen zu verifizieren und den Betrieb des Netzwerks aufrechtzuerhalten. Energieintensive Mining-Hardware wird dadurch nicht mehr benötigt.
Nach Angaben der Forscher ist der Stromverbrauch von Ethereum seit The Merge um rund 99,96 Prozent gesunken.
Für die Studie analysierten die Forscher den Stromverbrauch Tausender Ethereum-Nodes. Dabei wurden zwanzig verschiedene Kombinationen der wichtigsten Softwarelösungen getestet.
Ein einfaches Heim-Setup verbrauchte im Schnitt rund 18 Watt, während eine leistungsstärkere Workstation auf etwa 153 Watt kam. Auf Basis des Verhältnisses zwischen privaten und professionell gehosteten Nodes berechnete Cambridge einen durchschnittlichen Verbrauch von rund 105 Watt je Node.
Insgesamt identifizierten die Forscher 8.522 öffentlich auffindbare Full Nodes. Davon liefen 64 Prozent in Cloud- oder Unternehmensumgebungen, während 36 Prozent eine private Internetverbindung nutzten.
Da der Stromverbrauch von Ethereum stark gesunken ist, hängt der verbleibende CO₂-Ausstoß vor allem von der Herkunft des eingesetzten Stroms ab. Dem Bericht zufolge bestehen rund 56,4 Prozent des Strommixes aus erneuerbaren Energien und Kernenergie. Die übrigen 43,6 Prozent entfallen auf fossile Brennstoffe.
Nach Einschätzung von Cambridge zeigt die Studie, dass Ethereum inzwischen zu den energieeffizientesten großen Proof-of-Stake-Blockchains gehört, wenn der Stromverbrauch ins Verhältnis zum wirtschaftlichen Wert des Netzwerks gesetzt wird. The Merge dürfte damit einen dauerhaften Einfluss auf die Nachhaltigkeit von Ethereum gehabt haben.
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