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Die berüchtigte nordkoreanische Hackergruppe Lazarus Group schlug Ende Februar mit einem riesigen Hack zu. In nur 10 Tagen gelang es den Cyberkriminellen, insgesamt 499.000 Ethereum (ETH) zu stehlen, die zum Zeitpunkt des Hacks einen Wert von fast 1,5 Milliarden Dollar hatten, und sie über Krypto-Mixer und dezentrale Börsen (DEXs) zu schleusen. Dadurch wurde ein erheblicher Teil des Geldes nahezu unauffindbar.
Laut einem X-Post der Blockchain-Analyseplattform EmberCN setzte die Lazarus Group vor allem THORChain als ihre bevorzugte Geldwäscheroute ein. Über dieses Netzwerk gelang es den Hackern, einschließlich anderer gestohlener Mittel, satte 5,9 Milliarden Dollar an Krypto zu schleusen. Damit ist dies offiziell die größte registrierte Krypto-Geldwäschestrategie aller Zeiten, ein bizarrer Meilenstein in der Welt der Cyberkriminalität.
THORChain profitiert erheblich von seiner Rolle bei der Ermöglichung anonymer Transaktionen. Allein bei dem Lazarus Group Hack streichte die Plattform 5,5 Millionen Dollar an Transaktionsgebühren ein, nur durch die Verarbeitung der gestohlenen Mittel. Aber wie funktioniert das genau?
Das Geheimnis liegt in den dezentralisierten Liquiditätspools von THORChain. Nutzer können hier Krypto zwischen verschiedenen Blockchains tauschen, ohne eine KYC-Verifizierung (Know Your Customer) vorzunehmen. Dies macht es zu einem Paradies für Cyberkriminelle, die enorme Mengen gestohlener Krypto problemlos umwandeln und bewegen können, ohne eine Spur zu hinterlassen.
Bybit bleibt nicht untätig und setzt alles daran, die gestohlenen Mittel wiederzufinden. Die Plattform hat eine gigantische Belohnung von 140 Millionen Dollar für Hinweise ausgesetzt, die bei der Aufspürung der Täter helfen. CEO Ben Zhou betont, dass noch Hoffnung besteht: 77 % der gestohlenen Krypto sind noch nachverfolgbar, während 20 % spurlos verschwunden sind und 3 % eingefroren wurden.
Im Rahmen des neuen „HackBounty-Programms“ belohnt Bybit nicht nur Hinweise auf die Täter, sondern auch Blockchain-Analysten und Börsen, die bei der Rückverfolgung der Mittel helfen. Sowohl Ermittler als auch Plattformen können 5 % der wiedergefundenen Krypto einstreichen.
Derzeit herrscht große Unsicherheit rund um Ethereum. Seit dem Bybit-Hack hat der Kurs einen deutlichen Schlag erlitten und ist um fast 25 % gefallen.
Obwohl der Hack sicherlich Auswirkungen auf den Kurs hatte, wurde dieser vor allem durch den von Donald Trump ausgelösten Handelskrieg nach unten gedrückt.
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