Der mysteriöse „50X Whale“, der kürzlich mit einer Bitcoin-Short-Position von 590 Millionen US-Dollar bei 50-facher Hebelwirkung Aufmerksamkeit erregte, ist laut dem On-Chain-Detektiv ZachXBT niemand Geringeres als der britische Cyberkriminelle William Parker.
Mit einer Vergangenheit voller Betrug, Hacking und Casinodiebstahl hat sich Parker dieses Mal auf eine legitimere Weise bereichert. Seine gigantische Handelsposition soll ihm angeblich einen Gewinn von 20 Millionen US-Dollar eingebracht haben.
Ein Whale mit einer kriminellen Vergangenheit
Parker, früher bekannt als Alistair Packover, wurde 2023 wegen des Diebstahls von fast 1 Million US-Dollar aus zwei Casinos verhaftet. Nach seiner Freilassung setzte er seine illegalen Praktiken unvermindert fort, unter anderem durch Phishing-Betrügereien, deren Erlöse für den Handel auf dem Kryptomarkt verwendet wurden.
Seine wahre Identität wurde nach einer gründlichen Untersuchung des On-Chain-Detektivs ZachXBT enthüllt. Letztlich konnte ZachXBT Parker über eine Telefonnummer ausfindig machen.
„Ich folgte einer kürzlichen Zahlung von 0xe4d3 an eine unbekannte Person, die bestätigte, dass er vom Hyperliquid-Händler bezahlt wurde. Er gab eine britische Telefonnummer an, die für die Kommunikation genutzt wurde. Öffentliche Register zeigen, dass diese Nummer höchstwahrscheinlich mit dem Namen William Parker verknüpft ist“, sagte ZachXBT.
Wie er 20 Millionen US-Dollar verdiente
Parker konnte innerhalb kurzer Zeit 20 Millionen US-Dollar Gewinn mit seiner riskanten Short-Position erzielen. Durch die Verwendung von 50-facher Hebelwirkung ging er ein extrem hohes Risiko ein, aber wenn erfolgreich, führt dies zu großen Gewinnen.
Dennoch warnen Experten, dass dies keine Erfolgsgeschichte ist. Ein Web3-Anwalt stellt fest:
„Obwohl diese Person als ‚Hyperliquid Whale‘ bezeichnet wird, ist sie tatsächlich ein Krimineller, der mit gestohlenem Geld spielt.“
Cleveres Timing während der Marktvolatilität
Parker platzierte seine Handelspositionen zu strategischen Momenten extremer Marktvolatilität, wie während des White House Crypto Summit und des Bitcoin-Reservekonflikts. Indem er geschickt auf unvorhersehbare Marktsentimente reagierte und mit seinen riesigen Aufträgen Liquidationen anderer Händler erzwang, konnte er seine eigenen Gewinne erheblich steigern.
Für Hyperliquid, die DeFi-Plattform, auf der der Trade durchgeführt wurde, brachte die Medienaufmerksamkeit jedoch vor allem kostenlose Publicity. Die Plattform reagierte auf X mit einer auffälligen Nachricht:
„Wenn ein Whale mehr als 450 Millionen US-Dollar an BTC shortet und eine Öffentlichkeit will, dann kann das nur auf Hyperliquid passieren. Jeder kann einen PNL-Screenshot photoshoppen. Aber niemand kann eine Hyperliquid-Position bestreiten, genauso wie niemand ein Bitcoin-Guthaben bestreiten kann.“
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