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Die asiatischen Börsen standen am Freitag größtenteils unter Druck, nachdem Anleger erneut Zweifel an der Haltbarkeit des Friedensabkommens zwischen den USA und Iran äußerten.
Damit kühlt die Euphorie der letzten Tage etwas ab. Die Märkte feierten in den vergangenen Tagen noch sinkende Ölpreise, Hoffnung auf Deeskalation und neue Rekorde bei großen Chip-Indizes. Doch nun wird klar, dass das Abkommen noch lange nicht in trockenen Tüchern ist.
Sowohl Washington als auch Teheran bezeichnen das Abkommen ausdrücklich als vorläufig.
Der US-Vizepräsident JD Vance verteidigte am Donnerstag das vorläufige Abkommen mit Iran. Seiner Meinung nach wird die USA keinen Cent freigeben, solange Iran die Vereinbarungen nicht vollständig einhält.
Damit versucht Washington, die Kritik zu entkräften, dass Teheran zu viel wirtschaftlichen Spielraum für einen vorübergehenden Waffenstillstand erhält.
Auch aus Iran ist Vorsicht zu vernehmen. Der iranische Oberste Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei erklärte, er habe das Memorandum nur genehmigt, nachdem er Zusicherungen erhalten hatte, dass die Rechte Irans und die des „Widerstandsfronts“ gewahrt bleiben.
Die Unsicherheit traf vor allem die asiatischen Märkte, die in den letzten Tagen stark gestiegen waren.
Der japanische Nikkei 225 fiel um 0,6 Prozent, nachdem der Index am Donnerstag noch ein Rekordhoch erreicht hatte. Der breitere Topix verlor 1,11 Prozent.
Auch Südkorea gab nach. Der Kospi fiel um 1,58 Prozent, nachdem er zuvor erstmals über die Marke von 9.000 Punkten gestiegen war.
Samsung Electronics verlor fast 3 Prozent, während SK Hynix noch einen Anstieg von 1 Prozent verzeichnen konnte. Der kleinere Kosdaq-Index erlitt einen stärkeren Rückschlag und verlor fast 5 Prozent.

Damit scheint vor allem Gewinnmitnahmen in den spekulativeren Marktsegmenten sichtbar zu sein.
Dennoch ist bemerkenswert, dass SK Hynix weiterhin im Plus blieb. Die Aktie profitiert stark von der weltweiten Nachfrage nach Speicherchips für AI-Rechenzentren.

Die breiteren Märkte mögen an der geopolitischen Stabilität zweifeln, doch das AI-Thema ist noch nicht gebrochen.
Das zeigte sich auch in den USA. Dort schlossen die großen Indizes am Donnerstag höher, obwohl die Fed Anfang der Woche die Tür für eine mögliche Zinserhöhung später im Jahr geöffnet hatte.
Der S&P 500 stieg um 1,08 Prozent, der Nasdaq Composite gewann 1,91 Prozent und der Dow Jones endete leicht im Plus.
Das zeigt, dass Anleger weiterhin bereit sind, Risiken einzugehen, solange die Gewinnerwartungen im Bereich AI und Technologie stark bleiben.
Am Freitag fiel das Bild weniger positiv aus. Die US-Futures standen tiefer, mit einem Verlust von 0,6 Prozent für S&P 500-Futures und 0,9 Prozent für Nasdaq 100-Futures.

Der Rückgang erfolgt an einem ruhigen Handelstag, da die Märkte in den USA, China, Hongkong und Taiwan wegen eines Feiertags geschlossen sind.
Das kann Kursbewegungen verstärken. Mit weniger Liquidität reagieren die Märkte schneller auf Unsicherheiten in Bezug auf Geopolitik, Zinssätze und Gewinnmitnahmen.
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