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Die Blockaden in der Straße von Hormus durch den Iran und die USA haben ein unerwartetes Nebeneffekt zur Folge: wachsende Besorgnis um eine weitere entscheidende Handelsroute, die Straße von Malakka.

Diese Wasserstraße ist die schmalste und verkehrsreichste der Welt. An der engsten Stelle ist die Passage nur 2,7 Kilometer breit, mehr als zehnmal schmaler als Hormus. Gleichzeitig fließen hier jährlich rund 40 Prozent des Welthandels durch, darunter der Großteil des Öls, das aus dem Nahen Osten nach China, Japan und Südkorea transportiert wird.

Malakka als nächste verletzliche Verbindung

Die Sorgen sind alles andere als theoretisch. Bei der Ankündigung der Blockade befahl Trump, Schiffe in internationalen Gewässern abzufangen, wenn sie Gebühren an den Iran gezahlt haben. In den Gewässern rund um die Straße von Malakka geschieht Ähnliches: Dort wird iranisches Öl oft von einem Tanker auf den anderen umgeladen, um Lieferungen an asiatische Abnehmer zu verschleiern.

Somit ist Malakka bereits indirekt in den Konflikt verwickelt, ohne dass es eine offizielle Blockade gibt. Für China ist das ein heikler Punkt. Das Land sieht seine Abhängigkeit von dieser Route seit Jahren als strategisches Risiko. Dieses sogenannte Malakka-Dilemma wurde bereits Anfang der 2000er Jahre unter Präsident Hu Jintao angesprochen.

Asiatische Länder steuern unterschiedliche Kurse

Die Krise in der Straße von Hormus legt klare Unterschiede zwischen den Ländern in Südostasien offen.

Singapur verfolgt eine prinzipielle Linie. Außenminister Balakrishnan betonte im Parlament, dass die freie Durchfahrt ein Recht nach internationalem Recht ist. Verhandlungen mit dem Iran über Durchfahrt oder Gebührenzahlung würden seiner Ansicht nach einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen, insbesondere für eine so wichtige Route wie die Straße von Malakka.

Malaysia hingegen schlägt einen pragmatischeren Ton an. Premierminister Anwar Ibrahim nahm direkten Kontakt mit dem iranischen Präsidenten Pezeshkian auf und sicherte die Durchfahrt für malaysische Schiffe. Auch aus Kuala Lumpur kam Kritik an Singapur. Laut der Regierung lässt sich Malaysia in der Diplomatie nicht belehren.

Indonesien positioniert sich als dritter Schlüsselspieler. Präsident Prabowo betonte, dass etwa 70 Prozent der Energie und des Handels Ostasiens durch indonesische Gewässer verlaufen. Diese Position möchte er verstärken, indem er die Zusammenarbeit mit den USA im Verteidigungsbereich intensiviert.

Das ruft jedoch internen Widerstand hervor. Ein Oberst der indonesischen Streitkräfte warnte öffentlich, dass zu enge Beziehungen zu Washington das Land in Konflikte verwickeln könnten, mit denen es nichts zu tun haben möchte. Die Spannungen sind deutlich: Indonesien will von seiner strategischen Lage profitieren, aber nicht das Risiko eingehen, zum Spielball amerikanischer Interessen zu werden.

Was heute noch unvorstellbar scheint

Die direkte Bedrohung für die Straße von Malakka ist vorerst begrenzt. Es gibt keine Blockade und auch keine aktiven Feindseligkeiten in der Region. Dennoch zeigt die Situation in Hormus, wie schnell eine entscheidende Handelsroute unter Druck geraten kann.

Wie es ein Analyst der Hinrich Foundation in Singapur formulierte: Was heute unvorstellbar erscheint, muss es morgen nicht mehr sein. Aus diesem Grund wächst das Interesse an der strategischen Nutzung wichtiger Seewege und der Frage, wie verwundbar Malakka tatsächlich ist.

Für die Weltwirtschaft ist das von großer Bedeutung. Wenn die Straße von Hormus als die Ölader der Welt gilt, dann ist Malakka die Schlagader des globalen Handels. Eine Störung dort könnte die Auswirkungen der aktuellen Krise bei weitem übertreffen.

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