Vor einem Monat war Ethereum (ETH) noch 2.200 Dollar wert. Trotz der aktuellen Korrektur bleibt der Kurs relativ hoch mit einem Wert von 3.600 Dollar zum Zeitpunkt des Schreibens. Wir können also sagen, dass es der digitalen Währung immer noch sehr gut geht.
Matt Hougan, Chief Investment Officer (CIO) bei der Krypto-Vermögensverwaltung Bitwise, denkt, dass es noch mehr Spektakel geben wird. So spricht er von einem „Nachfrageschock“.
Institutionen kaufen massenhaft Ethereum
In einem kürzlichen Blogpost teilt Hougan mit, dass Unternehmen große Mengen ETH kaufen. Seit Mitte Mai wurden nämlich mehr als 2,83 Millionen ETH aufgekauft, sowohl direkt von Unternehmen als auch über amerikanische Spot-Börsenfonds.
Das ist immerhin 32 Mal mehr als die Anzahl neuer Münzen, die im gleichen Zeitraum ausgegeben wurden. Kein Wunder also, dass der ETH-Kurs innerhalb eines Monats um 75 Prozent auf sein höchstes Niveau seit Dezember von 3.850 Dollar gestiegen ist.
Der CIO spricht von einer strukturellen Verschiebung, bei der institutionelle Anleger und Unternehmen ETH für ihre eigenen Bilanzen kaufen. So machte kürzlich das Sportwettenunternehmen SharpLink Gaming bekannt, dass es erneut ETH gekauft hat. Damit besitzt es derzeit über 360.000 ETH und ist der größte öffentliche Ethereum-Besitzer.
Auch möchte The Ether Machine das Spielfeld betreten. Das Unternehmen plant, durch eine Fusion direkt an die Börse zu gehen, mit immerhin 400.000 ETH in der Kasse. Damit würde es sogar SharpLink vom Thron stoßen. Und dann gibt es auch noch den Bitcoin (BTC) Miner Bitmine Immersion Technologies, der in kurzer Zeit über 300.000 ETH gesammelt hat.
ETH folgt dem BTC-Pfad
Hougan zieht eine Parallele zwischen der aktuellen Ethereum-Rally und dem beeindruckenden Aufstieg von Bitcoin (BTC) im Jahr 2024. Damals wurden die Spot Exchange-Traded Funds (ETFs) gerade genehmigt, und auch damals entstand ein deutliches Nachfrageüberhang.
Die Nachfrage nach BTC war damals etwa fünfmal so hoch wie das Angebot. Der Kurs lag bei etwa 43.000 Dollar und ist seitdem um fast 200 Prozent gestiegen. Laut Hougan folgt Ethereum nun derselben Linie, aber in einem höheren Gang.
Bitwise erwartet, dass der Kaufdruck bei Ethereum vorerst nicht nachlassen wird. Im Gegenteil, im kommenden Jahr könnten durch ETFs und Unternehmen etwa 20 Milliarden Dollar in ETH investiert werden, so Hougan. Dies steht einer erwarteten Ausgabe von nur 800.000 ETH gegenüber, die durch Staking-Belohnungen verfügbar wird. Das würde bedeuten, dass die Nachfrage das Angebot fast siebenmal übersteigt.
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