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Bitwise-CIO Matt Hougan geht davon aus, dass der aktuelle Bärenmarkt bei Bitcoin (BTC) in seine letzte Phase eingetreten ist. Aus seiner Sicht hängt das mit der scharfen Verkaufswelle rund um die STRC-Aktie von Strategy zusammen. Dadurch werde überschüssige Hebelwirkung aus dem Markt gedrängt – ein Prozess, der in früheren Bärenmärkten häufig einer Bodenbildung vorausging.

Verkaufsdruck rund um STRC belastet Bitcoin

Bitcoin⁠ fiel zuletzt unter 60.000 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit 2024. Nach Einschätzung Hougans hing ein wesentlicher Teil der Schwäche mit der Unruhe um STRC zusammen, eine unbefristete Vorzugsaktie des Bitcoin-Treasury-Unternehmens Strategy.

Mit STRC beschafft sich Strategy bei Anlegern Kapital, um zusätzliche Bitcoin zu kaufen. Die Aktie wurde zu einem Nennwert von rund 100 Dollar ausgegeben und bot zunächst eine Dividende von 9 Prozent. Als der Kurs unter 100 Dollar fiel, hob Strategy die Dividende schrittweise auf 11,5 Prozent an.

Die Aktie hat rund 10,5 Milliarden Dollar Kapital eingeworben. Wegen der schrumpfenden Barreserve, die die Dividendenzahlungen abdecken soll, kamen jedoch Zweifel an der Tragfähigkeit der Kreditinstrumente auf.

Hougan hält diese Sorgen für nachvollziehbar, aber überzogen. Nach seinen Angaben hält Strategy rund 49,6 Milliarden Dollar in Bitcoin und 2,6 Milliarden Dollar an Barmitteln. Dem stehen 6,8 Milliarden Dollar Schulden und 15,5 Milliarden Dollar an Vorzugsaktien gegenüber.

“Würde das Unternehmen heute seinen gesamten Bitcoin-Bestand verkaufen, könnte es die Dividenden noch 28 Jahre lang bedienen.”

Die Unsicherheit liegt aus seiner Sicht vor allem darin, dass Strategy Dividendenzahlungen auf STRC vorübergehend aussetzen darf.

Hougan sieht Anzeichen für eine Bodenbildung

Strategy gab am 29. Juni bekannt, künftig regelmäßig Bitcoin verkaufen zu dürfen (bis zu einem Betrag von 1,25 Milliarden Dollar), um Dividendenzahlungen zu finanzieren. Zudem beendet das Unternehmen die automatische Anhebung der Dividende, mit der STRC um 100 Dollar gehalten werden sollte.

Durch die neue Unternehmensstruktur hat Strategy nach Einschätzung Hougans zudem seine Rolle als größter struktureller Käufer von Bitcoin weitgehend ausgespielt. Die nächste Nachfragewelle muss vor allem von institutionellen Anlegern, ETFs und Banken kommen.

Er vergleicht die aktuelle Lage mit dem Einbruch des Aufgelds auf Grayscales GBTC im Jahr 2021. Auch damals verschwand ein beliebtes Hebelmodell aus dem Markt, bevor eine neue Phase begann.

Bei der Suche nach einer Bodenbildung achtet Hougan unter anderem auf eine extrem niedrige Fear & Greed Index, negative Funding Rates und eine Strategy-Aktie, die unter dem Wert ihres Bitcoin-Bestands notiert.

“Aus meiner Sicht rückt der Boden näher.”

Er betont jedoch, dass ein endgültiger Boden erst im Rückblick erkennbar ist. Den aktuellen Abbau spekulativer Positionen sieht er vor allem als schmerzhaften, aber notwendigen Teil des Marktzyklus.

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