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Bitcoin (BTC) hat in den letzten Tagen Einbußen erlitten und es zeigen sich erste Risse. Das bedeutet zwar nicht zwangsläufig, dass es weiter abwärts geht, doch die Parallelen zu 2022 sorgen für zunehmende Beunruhigung.

Drei Warnsignale für BTC

Der Bitcoin-Kurs ist innerhalb von sechs Wochen um über 27 Prozent gestiegen, konnte die gleitenden 200-Tage-Durchschnitt jedoch nicht zurückerobern. Eine Ablehnung an diesen Linien führte 2022 zu einem Rückgang von 63 Prozent innerhalb weniger Monate.

Das tägliche Bitcoin-Diagramm in den Jahren 2025-2026 mit der Ablehnung am gleitenden 200-Tage-Durchschnitt – Quelle: TradingView

Damals prallte Bitcoin zudem an der Oberseite der Bärenflagge und der Abwärtstrendlinie ab, die von der Allzeithoch gezogen werden konnte.

Das tägliche Bitcoin-Diagramm 2021-2022 mit der Ablehnung an der Linie des gleitenden 200-Tage-Durchschnitt – Quelle: TradingView

Inzwischen bewegt sich der Bitcoin schon seit Längerem nach oben, sodass von einer Bärenflagge, einem bärischen Muster, nicht mehr die Rede sein kann. Allerdings ist der Kurs noch nicht aus dem Kanal ausgebrochen.

Er hat jedoch die Abwärtstrendlinie längst und deutlich überwunden, was einen großen Unterschied zu 2022 darstellt. Bitcoin könnte dennoch einen Retest des Tiefpunkts von Anfang Februar bei 60.000 Dollar erleben, doch befinden wir uns offenbar einfach schon weiter in der Bärenmarktphase.

Trotzdem gibt es weitere Ähnlichkeiten. Die ungenutzten Gewinne der Trader erreichten am 5. Mai 17,7 Prozent und damit den höchsten Stand seit Juni 2025. Ein vergleichbares Niveau wurde im März 2022 beobachtet, kurz bevor der Bitcoin-Kurs stark nachgab.

In der vergangenen Woche wurde an einem Handelstag ein Gewinn von 14.600 Bitcoins erzielt, was umgerechnet etwa 1,16 Milliarden Dollar entspricht. Es handelt sich um die größte Gewinnmitnahme seit Dezember 2025.

Zudem steht das Coinbase Bitcoin Premium seit Ende April im Minus. Ein negativer Wert bedeutet, dass US-Käufer weniger interessiert sind. Gerade diese Nachfrage war in den letzten Jahren ein wichtiger Antrieb der Hausse. Die amerikanischen Bitcoin-ETFs haben gestern sogar ihren schlechtesten Tag seit Januar erlebt.

Sicherheitsnetz bei 70.000 Dollar

„Bitcoin könnte bei rund 70.000 Dollar Unterstützung finden, dem on-chain realisierten Preis der Trader, falls die Kurskorrektur anhält“, berichtet das Analyseunternehmen CryptoQuant. Dieses Niveau stellt häufig den durchschnittlichen Einkaufspreis von Kurzzeithändlern dar und gilt als Punkt, an dem der Verkaufsdruck nachlässt.

Soweit muss es jedoch nicht kommen. Bitcoin hält sich vorerst über dem Unterstützungsniveau von rund 79.000 Dollar, wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Der tägliche Bitcoin-Chart mit den wichtigsten Unterstützungsniveaus. – Quelle: TradingView

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