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Es verspricht ein wichtiger und spannender Tag für den Kryptomarkt zu werden. Heute Nachmittag spricht der Vorsitzende der US-Zentralbank Jerome Powell auf der jährlichen Konferenz in Jackson Hole. Letztes Jahr trieben seine Worte Bitcoin (BTC) stark in die Höhe, aber dieses Mal herrscht vor allem Angst.
Das sehen wir gut in den Charts. Fast jeden Tag fällt der Bitcoin Kurs etwas. Gestern wurde sogar erstmals seit dem 3. August die 112.000 Dollar Marke erreicht. Wall Street zeigt die gleiche angespannte Haltung.
Um 16:00 Uhr niederländischer Zeit hält Powell eine Rede über die wirtschaftlichen Aussichten auf dem Treffen der Zentralbanker. Zu Beginn des Monats wäre der Markt mit einem ganz anderen Gefühl in diese Situation gegangen als jetzt.
Die enttäuschenden Arbeitsmarktzahlen schienen darauf hinzudeuten, dass die US-Wirtschaft abkühlte und eine Zinssenkung notwendig war, um das Wachstum zu stimulieren. Irgendwann rechnete sogar der gesamte Futuresmarkt mit einer Senkung.
Das ist genau das, was Investoren und Präsident Donald Trump wollen. Dann wird das Leihen billiger und mehr Geld kommt in die Wirtschaft, das nach Rendite streben kann.
Inzwischen ist von diesem Optimismus wenig übrig. Vor allem die hohen Inflationszahlen letzte Woche, in Form des Produzentenpreisindex, warfen einen Schatten.
Außerdem zeigte das Protokoll der letzten Zinssitzung, dass die meisten Politiker die Inflation als ein größeres Risiko sehen als einen schwächelnden Arbeitsmarkt. Dabei muss erwähnt werden, dass die schlechten Arbeitsmarktzahlen zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt waren.
Gestern sagte auch Fed-Mitglied Hammack, dass sie „nach den jüngsten Zahlen keinen Anlass für eine Zinssenkung im September sieht“.
Derzeit erwartet 73,3 Prozent des Futuresmarktes eine Zinssenkung (um 0,25 Prozent). Obwohl das immer noch eine starke Mehrheit ist, ist es ein großer Unterschied zur letzten Woche. Auf der dezentralen Vorhersageplattform Polymarket sind nur 59 Prozent optimistisch.
Bei dem Treffen letztes Jahr gab Powell den Finanzmärkten einen enormen Schub, indem er sagte, dass „die Zeit gekommen sei, die Politik anzupassen“. Bei der nächsten Sitzung wurde der Zins dann um historische 0,50 Prozent gesenkt.
Jetzt scheint es wahrscheinlich, dass Powell, wie wir es von ihm gewohnt sind, vorsichtig sein wird. Wahrscheinlich hält er alle Optionen offen und betont, dass zukünftige Entscheidungen von neuen Daten über Inflation und Beschäftigung abhängen werden.
Das würde bedeuten, dass die Märkte vorerst weiter in Unsicherheit bleiben. Erst am 17. September gibt die Zentralbank bekannt, was mit dem Zins geschehen wird.
Sollte Powell dennoch auf eine Lockerung hinweisen, würde sich das höchstwahrscheinlich in steigenden Kursen widerspiegeln. Ein strenger Ton könnte andererseits gerade zu einem weiteren Rückgang führen.
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