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Das Sentiment auf dem Kryptomarkt hat sich deutlich erholt. Der bekannte Crypto Fear & Greed Index stieg auf 46 Punkte, den höchsten Stand seit über drei Monaten. Damit hat sich die Stimmung im Vergleich zu der extremen Angst zu Beginn des Jahres klar verbessert, doch die Marktstimmung bleibt offiziell noch in der Angstzone. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass der Bitcoin-Kurs wohl nicht endgültig ausbricht.

Diese Erholung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Bitcoin (BTC) relativ stabil bei rund 77.000 Dollar hält. Kurzzeitig gab es sogar Anzeichen für eine Rally Richtung 79.000 Dollar, bevor der Kurs wieder etwas nachgab. Das entspricht einer Marktbewegung, die sich zwar erholt, aber noch nicht vollends bullisch überzeugt ist.
Der Anstieg des Sentimentindex ist ein starkes Zeichen, da es sich um die größte eintägige Verbesserung seit mehr als drei Monaten handelt. Doch ebenso bemerkenswert ist, dass der Index trotz dieses Sprungs noch immer nicht aus der Angstzone herauskommt.
Das sagt viel über die aktuelle Marktstruktur aus. Eine Erholung ist zwar zu beobachten, jedoch hinkt das Vertrauen dem Kurs noch hinterher. Dies hängt wahrscheinlich auch mit dem Iran-Konflikt zusammen, der weiterhin als Unsicherheitsfaktor über dem Markt schwebt.
Das ist bedeutend, denn der Fear & Greed Index hängt stark von Indikatoren wie der Aktivität in sozialen Medien und dem Google-Suchvolumen ab. Diese Faktoren spiegeln vor allem das Interesse der Privatanleger wider.
Genau deshalb bleibt der Index relativ niedrig, trotz anhaltender institutioneller Adoption und einem günstigeren politischen Klima für Krypto in Washington. Große Akteure kaufen, aber die kleineren Anleger scheinen noch nicht in gleicher Weise zurückzukehren wie in früheren Zyklen.
Laut CryptoQuant wird der jüngste Anstieg von Bitcoin vor allem durch die Nachfrage im Markt für Perpetual Futures getrieben. Dies ist ein wichtiges Detail, da eine Rally, die stark von Derivaten beeinflusst wird, anfälliger sein kann als ein Anstieg, der breit durch Kassanachfrage unterstützt wird.
Zugleich berichten sie, dass in den letzten dreißig Tagen mehr als 300.000 Bitcoin in Wallets von Langzeithaltern transferiert wurden. Dies deutet darauf hin, dass das verfügbare Angebot zunehmend in festere Hände übergeht, während Kurzzeithalter eher verkaufen.
Dadurch entsteht ein gemischtes Bild. Einerseits schrumpft laut CryptoQuant die Kassanachfrage weiter, was das Risiko von Gewinnmitnahmen erhöht. Andererseits verlagert sich ein großer Teil des Bitcoin-Bestands in Richtung Langzeithalter, und große Akteure wie Strategy kaufen weiterhin aktiv.
Das hilft zu erklären, warum der Markt technisch besser aussieht, als das Sentiment vielleicht vermuten lässt.
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