Der Schwierigkeitsgrad beim Mining von Bitcoin (BTC) ist in kurzer Zeit erheblich gestiegen. Diese Entwicklung erfolgt in einem Moment, in dem der Bitcoin-Kurs unter Druck steht und die Erträge für Miner historisch niedrig sind.

Größter Sprung seit Jahren

Die sogenannte Difficulty beim Mining von Bitcoin ist laut Daten von CoinWarz um 15 Prozent auf 144,4 Billionen gestiegen. Dies ist der größte Sprung seit 2021, als China das Mining von Bitcoin verbot. Damals sank die Schwierigkeit um mehr als 20 Prozent, aber das Netzwerk erholte sich schnell.

Mining-Difficulty im vergangenen Jahr (Quelle: CoinWarz)

Der Schwierigkeitsgrad bei Bitcoin gibt an, wie schwierig es ist, einen neuen Block zu finden. Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto mehr Rechenleistung benötigen Miner, um Bitcoin zu verdienen. Das Netzwerk passt den Schwierigkeitsgrad automatisch etwa alle zwei Wochen an, sodass im Durchschnitt alle zehn Minuten ein Block gefunden wird.

Durch diese erhebliche Anpassung ist es nun deutlich schwieriger geworden, neue Blöcke zu finden. Auffällig ist, dass die Belohnung für Miner aufgrund des fallenden Kurses gerade niedrig ist. Im Oktober erreichte Bitcoin noch ein Rekordhoch von über 126.000 Dollar. Mittlerweile ist der Preis auf etwa 68.100 Dollar gesunken.

Bitcoin Hashpreis auf Tiefstand

Der Rückgang der Einnahmen spiegelt sich klar im sogenannten Hashprice wider. Dies ist der Betrag, den Miner täglich pro Einheit Rechenleistung verdienen. Der Hashprice befindet sich auf einem historischen Tiefststand.

Laut Daten von Hashrate Index liegt der Hashprice derzeit knapp unter 30 Dollar pro Petahash pro Sekunde (PH/s). Zum Vergleich: Im Sommer lag dieser Wert noch bei rund 60 Dollar pro PH/s.

Bitcoin-Hashpreis (Quelle: Hashrate Index)

Anfang des Monats fiel der Hashprice weiter auf etwa 28 Dollar pro PH/s. Dies war unter anderem auf schwere Winterstürme in den USA zurückzuführen, die dazu führten, dass mehrere große Miningunternehmen ihre Aktivitäten vorübergehend einstellen mussten.

Miner konzentrieren sich zunehmend auf KI

Mit den rückläufigen Erträgen beobachten wir auch eine Verlagerung. Verschiedene börsennotierte Miner setzen zunehmend Rechenleistung für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und für Rechenzentren ein.

So kündigte Bitfarms (BITF) kürzlich an, dass es sich von Bitcoin löst und künftig als Keel Infrastructure weitergeführt wird, mit vollständigem Fokus auf KI- und Rechenzentrumsdiensten. Infolgedessen stieg die Aktie des Unternehmens um 24 Prozent.

Riot Platforms verkaufte im November und Dezember noch 2.201 Bitcoin im Wert von fast 200 Millionen Dollar. Die Einnahmen wurden für den Bau eines großen KI-Rechenzentrums verwendet.

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