Die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin Anfang 2026 erneut einen starken Kurssprung hinlegt – ähnlich wie bei der kräftigen Rally im Januar dieses Jahres – ist nach Ansicht von 21Shares-Mitgründerin Ophelia Snyder gering. Die aktuelle Marktdynamik mache eine kurzfristige Wiederholung unwahrscheinlich, auch wenn sie den langfristigen Ausblick zunehmend positiver einschätzt.
Marktsentiment als Schlüsselfaktor
Snyder geht davon aus, dass Volatilität und Vorsicht unter Anlegern vorerst anhalten werden. „Es ist unwahrscheinlich, dass die Faktoren hinter den jüngsten Schwankungen schnell verschwinden. Eine Wiederholung im nächsten Jahr hängt stark vom übergeordneten Marktsentiment ab“, so Snyder.
Traditionell verzeichnen Bitcoin ETF’s im Januar häufig neue Zuflüsse, weil Anleger zu Jahresbeginn ihre Portfolios umschichten. Snyder betont jedoch, dass die Stimmung derzeit schwach sei und dies den Start ins Jahr 2026 belasten könnte.
Kursrückgang nicht durch Krypto bedingt
Laut Snyder hat der Verkaufsdruck der vergangenen Wochen wenig mit strukturellen Problemen im Kryptomarkt zu tun. „Ich bin vielmehr für den längeren Zeitraum optimistischer“, sagt sie. Den jüngsten Rückgang der Bitcoin koers führt sie vor allem auf eine risk-off-Haltung an den breiteren Finanzmärkten zurück, nicht auf eine krypto-spezifische Schwäche.
Bitcoin erreichte Anfang Oktober noch 125.100 US‑Dollar, fiel danach jedoch im Zuge einer massiven Liquidationswelle im Volumen von rund 19 Milliarden US‑Dollar zurück. Seitdem kühlt der Markt ab und die Kryptowährung pendelt um die Marke von 92.000 US‑Dollar.
Mögliche Treiber und Risiken
Snyder sieht sowohl Chancen als auch Fallstricke für die kommenden Monate. Eine weitere Ausweitung von Krypto-ETF’s auf großen Handelsplattformen, staatliche Adoption und eine steigende Nachfrage nach alternativen Stores of Value könnten eine neue Aufwärtsbewegung auslösen.
Auf der anderen Seite könnten eine anhaltend risikoscheue Marktstimmung oder starke Kursentwicklungen bei Gold Bitcoin unter Druck setzen – insbesondere bei traditionellen Anlegern, die Gold als die sicherere Alternative betrachten.
Nicht alle teilen die Vorsicht. Tom Lee, Vorsitzender von BitMine, rechnet damit, dass Bitcoin noch vor Ende Januar 2026 ein neues Rekordhoch markiert. Historisch bringt der Januar im Schnitt ein Plus von 3,8 Prozent, doch solche Muster geraten zunehmend in die Kritik.
Milliardär: Bitcoin ist besser gegen Quantencomputer geschützt als Banken
Häufig heißt es, Bitcoin sei anfällig für Quantencomputer, doch laut diesem Milliardär sind Banken weitaus anfälliger.
Robert Kiyosaki warnt: Die meisten Investoren begehen diesen großen Fehler
Robert Kiyosaki erklärt, dass viele Investoren glauben, diversifiziert zu sein, tatsächlich aber über ETFs ‚Scheinvermögen‘ halten.
Die Woche, in der Bitcoin fast einbrach und rechtzeitig gerettet wurde
Bitcoin erlebte die schwerste Woche seit Monaten, wurde aber in letzter Minute durch positive Makronachrichten gerettet.
Meistgelesen
XRP-Investoren verkaufen verstärkt mit Verlust – ein positives Zeichen
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
Krypto Update: Bitcoin-Kurs fällt nach dramatischer Iran-Entscheidung
Der Bitcoin-Kurs ist um mehrere Prozent gesunken nach dem Verkauf von Strategy und sehr schlechten Nachrichten über den Iran-Krieg. Das ist wichtig zu wissen.
Cathie Wood sagt Bitcoin-Kurs von mindestens 750.000 US-Dollar bis 2030 voraus
Generationsübergreifende Vermögensübertragungen, Zuflüsse von Pensionsfonds und instabile Fiat-Währungen werden laut Wood den Bitcoin-Kurs in die Höhe treiben.
