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Der Kurs von Bitcoin (BTC) zeigte in der vergangenen Woche eine vorsichtige Erholung, nachdem der Preis kurzzeitig unter 58.000 Dollar gefallen war. Im Hintergrund spielte sich jedoch eine deutlich bemerkenswertere Entwicklung ab. Laut dem neuesten Bitcoin Impact Index liegen erstmals seit dem FTX-Crash im November 2022 mehr Bitcoin im Minus als im Plus. Historisch trat dieses Signal jeweils in der Spätphase eines Bärenmarkts auf, kurz bevor ein neuer Aufwärtstrend einsetzte.
Das bedeutet nicht automatisch, dass der Boden bereits endgültig erreicht ist. Die On-Chain-Daten rücken den aktuellen Markt jedoch in eine historisch seltene Lage, die Anleger genau beobachten. Der Bitcoin Impact Index lag in dieser Woche bei 47 Punkten. Das deutet darauf hin, dass sich der Markt weiter in einer Phase der Neuordnung befindet, der extreme Stress der vergangenen Wochen aber nachlässt.

Laut dem Bitcoin Impact Index weisen derzeit rund 10,1 Millionen BTC einen nicht realisierten Verlust auf; dem stehen 9,9 Millionen BTC mit Buchgewinnen gegenüber. Es ist das erste Mal seit dem Zusammenbruch von FTX, dass sich dieses Verhältnis gedreht hat.
Auch in früheren Marktzyklen trat dieses Muster erst in den letzten Monaten eines Bärenmarkts auf. In den Jahren 2014, 2018 und 2022 markierte Bitcoin nach diesem Signal mitunter noch ein tieferes Tief, bevor schließlich jeweils ein neuer Aufwärtszyklus folgte. Der Indikator deutet daher nicht auf einen unmittelbaren Anstieg hin, legt aber nahe, dass der Markt historisch betrachtet näher an einer Bodenbildung liegt als an einem neuen kräftigen Rückgang.
Gleichzeitig hat sich die Stimmung unter langfristig orientierten Anlegern deutlich verbessert. Die sogenannte Long Term Holder SOPR, eine Kennzahl dafür, ob erfahrene Anleger mit Gewinn oder Verlust verkaufen, verzeichnete den stärksten positiven Sprung seit März. Solche deutlichen Verbesserungen waren in früheren Zyklen häufig in der ersten Phase einer Erholung zu beobachten.
Auch kurzfristig orientierte Anleger stehen inzwischen besser da. Während viele jüngere Käufer in der vergangenen Woche noch deutlich im Minus lagen, sind die meisten Positionen mittlerweile nahezu wieder am Break-even.
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