Die Mining-Difficulty von Bitcoin ist in kurzer Zeit stark gefallen. Das Netzwerk erlebte eine Abwärtsanpassung von über elf Prozent. Dies ist der größte Rückgang auf einmal seit dem Krypto-Mining-Verbot in China im Jahr 2021. Der plötzliche Rückgang weist auf erhebliche Netzstörungen hin und wirft Fragen über die Auswirkungen auf die Miner und den Bitcoin-Kurs auf.
Bitcoin-Mining erleidet herben Rückschlag
Die Mining-Difficulty zeigt an, wie schwierig es ist, neue Blöcke zum Bitcoin-Netzwerk (BTC) hinzuzufügen. Diese Schwierigkeit wird etwa alle zwei Wochen automatisch angepasst, damit durchschnittlich alle zehn Minuten ein neuer Block gefunden wird.
Bei der letzten Anpassung sank die Difficulty auf etwa 125 Billionen. Das bedeutet, dass es Miner derzeit erheblich leichter haben als in der vorherigen Periode.
Laut Daten von CoinWarz ist dies der stärkste Rückgang seit dem Sommer 2021. Damals sorgte das chinesische Krypto-Mining-Verbot für einen massiven Ausfall von Minern und mehrere drastische Abwärtsanpassungen in kurzer Zeit.

Unwetter und niedriger Bitcoin-Kurs zwingen Miner offline
Die unmittelbare Ursache scheint eine Kombination aus extremem Wetter und niedrigen Renditen zu sein. Im Januar zog ein starker Wintersturm über weite Teile der USA, wo viele große Miner aktiv sind. Aus Vorsicht schalteten Betreiber ihre Geräte aus, um das überlastete Stromnetz zu entlasten.
Besonders Foundry USA, der weltweit größte Miningpool, wurde hart getroffen. Während des Sturms fiel ein Großteil der Rechenleistung aus. Mittlerweile hat sich Foundry weitgehend erholt und seine dominante Position im Netzwerk wiedererlangt.
Gleichzeitig kämpfen Miner mit hohen Kosten und einem niedrigeren Bitcoin-Kurs. Einige Betreiber verlagern ihre Kapazitäten auf AI-Rechenzentren oder andere Anwendungen für High-Performance-Computing, da diese derzeit mehr einbringen als das BTC-Mining.
Nächster Schritt: Anstieg bei neuer Anpassung erwartet
Die gesamte Hashrate befindet sich derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit Monaten. Dennoch deuten erste Anzeichen auf eine Erholung hin. Es wird erwartet, dass die Difficulty bei der nächsten Netzwerkanpassung wieder steigt. Dies legt nahe, dass offline gegangene Miner zurückkehren und das Netzwerk sich erneut stabilisiert.
Für Investoren und Analysten ist dies ein bedeutender Moment. Wenn sich das Netzwerk schnell erholt und die Kosten für Miner sinken, könnte dies langfristig wieder positiv für den Bitcoin-Kurs sein.
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