Bitcoin (BTC) hat innerhalb von sechs Wochen um über 27 Prozent zugelegt. Auch wenn es in den letzten Tagen etwas bergab ging, gibt es vier Signale, die zeigen, dass die Bullen zurück sind.
Bitcoin kehrt in Expansionsbereich zurück
Der Vermögensverwalter Swissblock beobachtet, dass Bitcoin wieder an Fahrt gewinnt. Laut den Analysten wurde das Kursmomentum „erfolgreich neu entfacht und in den vollen Expansionsbereich zurückgeführt“.
Das Momentum beschreibt die Geschwindigkeit und Kraft, mit der sich ein Kurs bewegt. In den vergangenen Monaten hat Bitcoin mehrfach versucht, diesen Schwung zu gewinnen, doch die Bemühungen scheiterten immer wieder. „Dieses Mal war es anders“, schrieb Swissblock. Der Antrieb hielt an.
„Solange das Momentum über der Übergangszone bleibt, behalten die Bullen die Kontrolle“, so der Vermögensverwalter. Swissblock hält es für möglich, dass Bitcoin auf 83.000 bis 86.000 Dollar klettern könnte.
Auch der Analyst The Great Mattsby sieht eine Trendwende. Die Bull Market Support Band, eine bekannte Trendlinie, die Bullen- und Bärenmärkte voneinander trennt, dient nun wieder als Unterstützung statt als Widerstand.
Zusätzlich kreuzte der 21-Wochen exponentielle gleitende Durchschnitt über den 20-Wochen einfachen Durchschnitt.
„Der Trend hat sich offiziell zurück in Richtung bullish gedreht“, zieht er seine Schlussfolgerung.
BTC zeigt wieder reale Nachfrage
Ein weiteres Signal kommt von der Spot Taker Cumulative Volume Delta (CVD), einem Indikator für den Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufsvolumen. Seit Anfang Mai zeigt dieser Indikator stark in den grünen Bereich, seitdem Bitcoin den Widerstand bei 78.000 Dollar durchbrochen hat.
„Die Dominanz der Käufe auf dem Spotmarkt weist auf Kaufdruck von ‚großen Akteuren‘ (Wale/Institutionen) hin, die BTC halten wollen, anstatt nur über Derivate zu spekulieren“, erklärt der CryptoQuant-Analyst Rei Researcher.
„Reale Nachfrage hat die Oberhand gewonnen. Wenn Bullen bereit sind, höhere Preise zu zahlen, um BTC zu besitzen, folgt meist ein nachhaltiger Aufwärtstrend.“
Glassnode-Daten zeigen, dass die Spot CVD innerhalb einer Woche um 47 Prozent gestiegen ist, von 42 Millionen auf 62 Millionen Dollar. Ein ähnliches Muster führte zuvor zu Kursgewinnen von 65 Prozent.

Netzwerkaktivität belebt sich wieder
Auch die Bitcoin-Blockchain zeigt erneut rege Aktivität.
Die Anzahl der täglichen Transaktionen stieg im Mai um 116 Prozent auf 831.450 am 9. Mai. Das ist das höchste Niveau seit zwanzig Monaten, vergleichbar mit September 2024, kurz bevor Bitcoin die 100.000 Dollar-Marke durchbrach.

Auch die Zahl der aktiven Adressen nimmt zu: 707.719 einzigartige Adressen waren letzte Woche aktiv, ein Anstieg von 7,1 Prozent. Die gesamten Transaktionsgebühren stiegen um 37 Prozent auf 279.300 Dollar, laut dem aktuellen Bericht von Glassnode.
„Ein solch signifikanter Anstieg deutet auf erhöhte On-Chain-Aktivität hin, was möglicherweise auf bullishe Marktbedingungen hinweist“, schrieben die Analysten.
Stablecoin-Zufluss nimmt wieder zu
Zum Schluss noch ein Blick auf das sogenannte Stablecoin Supply Ratio (SSR), das sich aus einem historischen Tief unter 10 erholt hat. Diese Zone markierte in den Jahren 2021, 2022 und 2023 wiederholt den Markt-Boden. Jedes Mal, wenn die SSR aus dieser Zone aufstieg, folgte eine kräftige Erholung für Bitcoin.
Die SSR misst, wie viel Kaufkraft in Stablecoins an den Börsen bereitsteht. Eine niedrige Zahl bedeutet viel ungenutzte Kaufkraft. Die Erholung deutet darauf hin, dass frische Liquidität zurück an die Börsen fließt, bereit, den Bitcoin-Kurs nach oben zu treiben.
Der CryptoQuant-Analyst Zizcrypto beobachtet das gleiche Bild beim Binance Stablecoin Supply Ratio Oscillator. Dieser befindet sich auf einem Zwölfmonatshoch von 2,8. „Das spiegelt eine starke Erholung aus der negativen Zone wider, wobei die Nachfrage aus Stablecoins während der aktuellen Erholung aktiver wird“, schrieb er.
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