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Zwar musste Bitcoin (BTC) einige Schläge einstecken, doch im Vergleich zu allen bisherigen Märkten ist die aktuelle Korrektur bislang nur ein Schatten ihrer Vorgänger. Zu diesem Zeitpunkt in früheren Zyklen stand es um den Kurs deutlich schlechter. Laut einem bekannten Bitcoin-Experten gibt es dafür drei logische Erklärungen.

Drei Argumente für ein „mild landing“

Laut Pierre Rochard, dem CEO der Bitcoin Bond Company, hat sich der aktuelle Bärenmarkt „deutlich von früheren Zyklen abgekoppelt“.

„Diese Stärke ist wahrscheinlich eine Kombination aus einer moderaten Rally zu Beginn, Zuflüssen in ETFs und Unternehmen, die Bitcoin in ihre Bilanz aufnehmen“, schreibt er auf der Social-Media-Plattform X.

Zunächst war die vergangene Bullenmarktphase die erste ohne Spekulationsblasen. Der Kurs stieg stetig an, ohne die parabolischen Sprünge zu zeigen, die aus früheren Zyklen bekannt sind.

Viele Investoren blieben mit einem Gefühl der Enttäuschung zurück. Doch wenn die Bullenphase moderater ausfällt, ist auch der Abschwung danach dementsprechend milder.

Darüber hinaus ist dies der erste Bärenmarkt, in dem die US-Bitcoin-ETFs eine Rolle spielen. Seit ihrer Einführung im Januar 2024 haben diese Fonds Zuflüsse von über 59 Milliarden Dollar verzeichnet. Seit März kamen weitere 4,5 Milliarden Dollar hinzu.

Diese Nachfrage ist eine große Stütze, allerdings gibt es auch eine Einschränkung. ETFs können nämlich auch Verkaufsdruck verursachen. So flossen zwischen November und Februar, als der Bitcoin-Kurs stark fiel, fast 6,4 Milliarden Dollar aus den Fonds ab. Für diesen Verkaufsbetrag müssen entsprechend Bitcoins auf den Markt gebracht werden.

Schließlich gibt es noch Strategy. Das börsennotierte Unternehmen von Michael Saylor, das seit Ende 2020 Bitcoins für die Unternehmensbilanz erwirbt, war in den vergangenen Monaten besonders aktiv.

Im vorherigen Bärenmarkt von 2022 kaufte es nur in begrenztem Umfang hinzu und investierte nicht mehr als ein paar hundert Millionen Dollar. Für 2026 liegt der Zähler bereits bei etwa 11 Milliarden Dollar, was vor allem einem neuen Schwungrad zu verdanken ist: der Vorzugsaktie Stretch (STRC), die Investoren eine attraktive Dividende verspricht.

Vielleicht ein historisch kurzer Bärenmarkt

Werfen wir einen Blick auf die Zahlen.

In diesem Bärenmarkt ist Bitcoin auf ein Tief von über 52 Prozent gefallen. Zur gleichen Zeit des Zyklus hatte Bitcoin 2022, 2018 und 2014 bereits mehr als 70 Prozent eingebüßt. Durch die Rally der letzten Monate ist dieses Minus auf 36 Prozent unter dem Rekord zurückgegangen.

Zunächst gab es viele Parallelen zu früheren Krypto-Wintern, doch der Kurs zeigt jetzt ein deutlich anderes Verhalten. Bitcoin befindet sich bereits seit sechs Wochen in einem Aufwärtstrend, was mitten in einem Bärenmarkt einmalig ist.

Sollten 60.000 Dollar der Tiefpunkt gewesen sein, wäre dies historisch kurz. Frühere Bärenmärkte dauerten etwa ein Jahr, dieser könnte nach vier Monaten schon beendet sein. Doch es gibt noch einige wichtige Hürden zu überwinden, bevor man tatsächlich von einer neuen Hausse sprechen kann.

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