Der Bitcoin-Kurs legt eine beeindruckende Performance hin, obwohl der Konflikt im Iran ein negatives Szenario für die Weltwirtschaft einleitet. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Volkswirtschaften den höheren Ölpreis verkraften können.
Auch wenn Bitcoin seit Kriegsbeginn über 6 Prozent zulegen konnte, steht möglicherweise eine massive Belastungsprobe bevor.
Drei Szenarien für den Ölpreis
Etwa 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs flossen täglich durch die Straße von Hormus. Derzeit liegt dieser Anteil bei null. Infolgedessen ist der Ölpreis auf ein vorläufiges Hoch von 120 Dollar pro Barrel gestiegen.
Derzeit liegt der Ölpreis bei etwa 100 Dollar pro Barrel, während der Markt versucht einzuschätzen, wie lange die wichtige Seehandelsroute gesperrt bleibt. Bloomberg hat verschiedene Szenarien für den Ölpreis modelliert. Sollte die Sperrung der Straße von Hormus drei Monate andauern, könnte der Ölpreis laut Bloomberg auf 165 Dollar pro Barrel steigen.

Analysten von Milk Road Macro haben untersucht, welche Auswirkungen bestimmte Ölpreise auf die Weltwirtschaft hätten.
Ihr Fazit? Bei über 90 Dollar pro Barrel gibt es Gegenwind für die Weltwirtschaft, ab 100 Dollar droht Stagflation und ab 120 Dollar gerät die Weltwirtschaft in ernsthafte Gefahr. Alles über 150 Dollar würde einen globalen Schock auslösen.

Bei diesen Preisen schrumpfen die Haushaltsausgaben, während gleichzeitig die Gewinnmargen der Unternehmen unter Druck geraten. Hält dieses Preisniveau länger an, wird schnell eine globale Rezession diskutiert.
Gleichzeitig werden die finanziellen Bedingungen straffer, und die Zentralbanken zögern eher, die Zinssätze zu senken, gerade wenn das Wirtschaftswachstum nachlässt.
Herausforderung für Bitcoin
Obwohl Bitcoin sich derzeit noch behaupten kann, steht die eigentliche Prüfung noch bevor. Diese wäre gegeben, wenn der Ölpreis dauerhaft auf 120 bis 150 Dollar oder höher steigt. Dann würde der Ölpreis tatsächlich zu einer Bedrohung für die Weltwirtschaft werden.
In einem solchen Szenario ist fraglich, ob Bitcoin bestehen kann und die Nachfrage nach der digitalen Währung anhält. Wahrscheinlicher ist, dass sich der Markt in diesen Zeiten für den US-Dollar entscheidet, der in Krisenzeiten weiterhin als ultimative sichere Anlage gilt.
Der Großteil der globalen Kredite ist schließlich immer noch in US-Dollar und nicht in Bitcoin oder Gold.
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