Bitcoin (BTC) hat in den letzten Wochen eine starke Phase durchlaufen, doch gestern stieß der Kurs an eine entscheidende Grenze. Seitdem sind fast 3 Prozent der Gewinne verflogen. Ähnliche Muster aus der Vergangenheit deuten auf drei mögliche Szenarien hin. Was könnte uns erwarten?
Déjà-vu in den BTC-Charts
Ein Blick auf die Charts offenbart sofort die Ähnlichkeiten zu einigen Monaten zuvor. Dafür muss man kein technischer Experte sein.
Nach einem Rückgang von etwa 36 Prozent in weniger als zwei Monaten nahm sich Bitcoin ausgiebig Zeit, um sich zu erholen. Der Kurs bewegte sich in einer sogenannten Bärenflagge, einem bekannten Muster, bei dem einem scharfen Rückgang ein langsamer Anstieg folgt. Investoren schöpfen dann Hoffnung auf eine Trendwende, doch häufig endet es in einem erneuten Einbruch.
Schließlich scheiterte der Versuch an der 100-Tage-EMA, dem exponentiellen Durchschnitt.
Danach wiederholte sich das Szenario. Bitcoin stürzte um 38 Prozent auf ein Tief von 60.000 Dollar am 6. Februar ab und seitdem klettert der Kurs in einer neuen Bärenflagge.
Zweimal prallte der Kurs bereits an der Oberseite dieses Kanals ab, und gestern wurde erstmals wieder der 100-Tage-Durchschnitt getestet. Doch die Tür blieb verschlossen. Nach einem Hoch von 76.000 Dollar fiel der Kurs um 2,6 Prozent auf aktuell 74.000 Dollar.

Wenn Bitcoin denselben Weg wie im Januar einschlägt, müssen wir uns auf einen großen Crash einstellen. Solange der BTC-Kurs jedoch über 73.500 Dollar bleibt, besteht kein Grund zur Panik.
Hält das Niveau, könnte Bitcoin wieder Kurs auf die Oberseite des Kanals nehmen. In diesem Fall ähnelt die aktuelle Phase der langen Seitwärtsbewegung von Januar bis Ende April 2022. Das Ergebnis wäre jedoch dasselbe.

Nicht alle fürchten das Schlimmste
Analyst Matthew Hyland erkennt ebenfalls Parallelen zur letzten Phase des vorherigen Krypto-Winters 2022. Angesichts der beeindruckenden Erholung von Wall Street in den vergangenen zwei Wochen glaubt er, dass Bitcoin vor einem großen Anstieg stehen könnte.
Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit jedoch höher, dass der Schmerz noch nicht vorbei ist. In jeder vorherigen Zyklus dauerte es nämlich ein Jahr, bis ein endgültiger Boden erreicht wurde. Daher gehen die meisten Analysten davon aus, dass wir noch einiges vor uns haben.
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