Der Bitcoin-Kurs ist in der vergangenen Nacht wieder auf das Niveau von 58.000 Dollar gestiegen. Damit steht ein Anstieg von über 3 % auf der Tafel. Laut den Daten von Santiment ist dieser Anstieg jedoch nicht den Walen zu verdanken.
Werden die Wale still?
„Die Anzahl der Wal-Transaktionen ist seit Mitte August deutlich zurückgegangen“, so Santiment in einer Veröffentlichung auf Twitter.
Santiment berichtet, dass die Anzahl der Transaktionen im Wert von 100.000 Dollar oder mehr seit dem 13. März um 33,6 % gesunken ist. Das ist der Tag, an dem Bitcoin seinen Allzeithoch von 73.679 Dollar erreichte.
Bei Ethereum fiel der Rückgang sogar noch stärker aus. Hier sank die Anzahl der Wal-Transaktionen um 72,5 % im gleichen Zeitraum.
Diese Zahlen sind besorgniserregend, insbesondere bei Ethereum, das stärker von Kursrückgängen betroffen ist als Bitcoin. In dieser Hinsicht ist es nicht überraschend, dass Ethereum größere Verluste verzeichnet.
Dennoch deutet Santiment darauf hin, dass diese Zahlen nicht unbedingt bärische Signale sind.
Keine bärischen Signale
Die On-Chain-Analyseplattform behauptet, dass es sich nicht zwingend um ein bärisches Signal handelt. Wale können in Bullenmärkten genauso aktiv sein wie in Bärenmärkten.

Sie warten eher auf Momente extremer Gier oder extremer Angst, um neue Entscheidungen zu treffen. In Zeiten extremer Angst (während Bärenmärkten) verkaufen sie, während sie in Phasen extremer Gier (während Bullenmärkten) kaufen.
Santiment behauptet, dass eine Rückkehr auf das Niveau von 70.000 Dollar zu extremer Gier führen würde, während ein Bitcoin-Kurs von 45.000 Dollar wahrscheinlich das Gegenteil bewirken würde.
Derzeit zeigt der Sentiment-Indikator „Angst“ im Markt mit einer Punktzahl von 31/100 auf dem Fear & Greed Index. Damit herrscht zwar kein extremes, aber dennoch negatives Marktsentiment.
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