Der Bitcoin-Kurs steht unter starkem Druck und steuert auf den schlechtesten Monat seit dem großen Krypto-Einbruch 2022 zu. Die digitale Währung hat im Februar bereits fast ein Fünftel ihres Wertes verloren.
Investoren reagieren nervös auf die weltweiten Unsicherheiten an den Märkten und neue Einfuhrzölle aus den Vereinigten Staaten. Die Frage ist, ob es sich hierbei nur um eine vorübergehende Korrektur oder um den Beginn eines tieferen Rückgangs handelt.
Bitcoin-Kurs unter Druck durch Trump-Zölle
BTC fiel am Dienstag unter 63.000 Dollar und liegt diesen Monat bereits über neunzehn Prozent im Minus. Damit droht der Februar der schlechteste Monat seit Juni 2022 zu werden. In jenem Jahr führte der Zusammenbruch von Terra, einem Stablecoin-Projekt, zu einer Kettenreaktion von Insolvenzen in der Branche.
Dieses Mal ist der Druck vor allem dem makroökonomischen Umfeld geschuldet. Präsident Donald Trump kündigte an, die weltweiten Importzölle auf fünfzehn Prozent zu erhöhen. Die Aktienmärkte eröffneten tiefer und auch der Kryptomarkt geriet direkt unter Druck.
Laut Marktanalysten bewegt sich Bitcoin nach wie vor im Einklang mit risikoreichen Anlagen. Die Idee des digitalen Goldes hält in turbulenten Zeiten nicht stand. Wenn die Angst zunimmt, wandert Kapital in traditionelle sichere Häfen.
Unterstützungsniveau von 60.000 Dollar wird getestet
Der Bitcoin-Kurs nähert sich erneut dem wichtigen Niveau von rund 60.000 Dollar. Anfang dieses Monats konnte sich BTC noch darüber halten, aber das Vertrauen schwindet. Ein Durchbruch unterhalb dieser Zone könnte den Weg zu niedrigeren Niveaus um 58.000 Dollar ebnen.
Auch institutionelle Anleger scheinen sich zurückzuziehen. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten erneut Abflüsse in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar. Das deutet auf eine abnehmende Risikobereitschaft hin.
Auch auf dem Optionsmarkt ist die Stimmung vorsichtig. Die Nachfrage nach Absicherungen gegen weitere Kursverluste ist etwa doppelt so hoch wie die Zahl der spekulativen Kaufpositionen.
Miner erhöhen den Verkaufsdruck
Neben der makroökonomischen Unruhe haben auch Bitcoin-Miner zu kämpfen. Die durchschnittlichen Gesamtkosten für das Schürfen eines Bitcoin liegen bei rund 80.000 Dollar. Das bedeutet, dass viele Akteure unter ihren Produktionskosten arbeiten.
Einige Mining-Unternehmen haben sich daher entschieden, ihre Bitcoin-Bestände zu verkaufen, um die Kosten zu decken. Das erhöht den Abwärtsdruck auf den Markt. Solange Miner weiterhin ihre Bestände liquidieren, könnte eine Erholung ausbleiben.
Ethereum und breiterer Kryptomarkt im Minus
Der breitere Kryptomarkt ist ebenfalls betroffen. Innerhalb kurzer Zeit sind mehr als hundert Milliarden Dollar an Marktwert verloren gegangen. Ethereum (ETH) fiel auf 1.800 Dollar, und auch andere große Coins verzeichnen Verluste.
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