Der Bitcoin-Kurs ist laut dem Investor Michael Terpin noch nicht aus der Gefahrenzone. Beim Consensus-Event in Hongkong warnte er, dass BTC erneut auf Niveaus um die vierzigtausend Dollar zurückfallen könnte. Damit widerspricht Terpin früheren Prognosen, die ein schnelles Erreichen neuer Höchststände vorhersagten.
Der Gründer von Transform Ventures stellt fest, dass sich der Kryptomarkt weiterhin in einer verletzlichen Phase befindet. Er rechnet mit einer möglichen scharfen Korrektur, bevor ein nachhaltiger Boden erreicht wird.
Bitcoin-Kurs verläuft laut Terpin genau nach Plan
Michael Terpin sieht keinen Grund zur Panik. Seiner Meinung nach folgt der Bitcoin (BTC) Kurs bisher genau dem bekannten vierjährigen Rhythmus. Dieser Rhythmus dreht sich um das Bitcoin-Halving, den Zeitpunkt, an dem die Belohnung für Miner halbiert wird. Das passiert alle vier Jahre und führt dazu, dass weniger neue BTC auf den Markt kommen, während die Nachfrage oft gleich bleibt oder sogar steigt.
Diese Kombination führt historisch gesehen zu einem deutlichen Kursanstieg. „Wir sind genau dort, wo wir sein müssen“, sagt Terpin. Er betont, dass die Kurse in früheren Zyklen stets im vierten Quartal nach einem solchen Halving ihren Höhepunkt erreichten. Die Spekulationsphase dauerte dabei meist zwischen neun und elf Monaten.
Als Beispiel verweist er auf den letzten Zyklus. Der Höchststand wurde am 10. November 2021 erreicht, und genau ein Jahr später, kurz nach dem Zusammenbruch von FTX, fiel der Kurs auf ein Tief zurück. Laut Terpin war dieses Timing kein Zufall, sondern eine Bestätigung des Musters, das Bitcoin seit Jahren zeigt.
Steht dem Bitcoin-Kurs noch ein letzter Schock bevor?
Dennoch warnt Terpin, dass der Markt noch lange nicht sicher ist. Seiner Einschätzung nach könnte eine erhebliche Korrektur bevorstehen, möglicherweise in Richtung fünfzigtausend oder sogar vierzigtausend Dollar. Die unsichere weltweite Wirtschaftslage macht den Markt besonders anfällig.
Frühere Vorhersagen, dass Bitcoin bei rund achtzigtausend Dollar einen Boden finden würde oder dass der Bärenmarkt nur sechs Wochen dauern würde, hält er für ausgesprochen naiv. Auch eine schnelle Erholung ab sechzigtausend Dollar bezeichnet er als viel zu voreilig.
Terpin meint, dass das bekannte Halving-Muster von vielen Analysten unterschätzt wird. Gerade ein zusätzlicher Rückgang würde seiner Ansicht nach in das von Bitcoin in früheren Zyklen gezeigte Muster passen.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Markt diesem Muster erneut folgt. Doch wer glaubt, dass das Schlimmste bereits überstanden ist, könnte laut Terpin noch unangenehm überrascht werden.
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