Bitcoin (BTC) steht erneut vor einer entscheidenden makroökonomischen Herausforderung, da das Risiko eines amerikanischen Government Shutdowns am 30. Januar schnell zunimmt. Die US-Gesetzgeber haben noch keine Einigung über neue Haushaltsmaßnahmen erzielt, während die vorübergehende Finanzierung bald ausläuft. Dieser mögliche Shutdown trifft auf einen ohnehin schon fragilen Kryptomarkt.

Drohender Shutdown versetzt Märkte in Alarmbereitschaft

Die Gefahr eines amerikanischen Government Shutdowns resultiert aus festgefahrenen Verhandlungen im Kongress über mehrere Haushaltsgesetze für das Fiskaljahr 2026.

Da nur sechs der zwölf jährlichen Finanzierungsgesetze verabschiedet wurden, droht das vorläufige Budget für viele Bundesbehörden auszulaufen, wenn die Gesetzgeber nicht vor Ablauf der Frist eine neue Finanzregelung oder einen vollständigen Haushalt verabschieden.

Insbesondere die Finanzierung des Ministeriums für Innere Sicherheit stellt ein Hindernis dar. Wenn nicht bis zum 30. Januar eine neue vorläufige Finanzierung oder ein vollständiger Haushalt verabschiedet wird, werden Teile der Bundesregierung automatisch geschlossen.

https://twitter.com/AJENews/status/2015415771619377428?s=20

Für die Finanzmärkte ist die Frist mittlerweile ein binäres Makro-Ereignis. Historisch führt ein Shutdown zu erhöhter Unsicherheit, wobei risikoreiche Anlagen empfindlich auf negative Nachrichten reagieren. Für Bitcoin (BTC) bedeutet dies keine Ausnahme: Frühere Shutdowns zeigten, dass der Kurs in der Regel dem bestehenden Momentum folgt.

Diese Verwundbarkeit war im vergangenen Monat bereits sichtbar. Bitcoin stieg Mitte des Monats kurzfristig in die Zone zwischen 95.000 und 98.000 Dollar, konnte dieses Niveau jedoch nicht halten.

Die Ablehnung wurde von einer scharfen Kehrtwende begleitet, was auf nachlassende Kaufkraft und Vorsicht unter den Anlegern hindeutet.

Historische Daten und On-Chain-Signale bleiben schwach

Ein Rückblick auf frühere amerikanische Shutdowns zeigt ein konsistentes Muster. In drei von vier Shutdowns des letzten Jahrzehnts fiel Bitcoin oder setzte einen bestehenden Abwärtstrend fort. Lediglich im Februar 2018 fiel ein kurzer Shutdown mit einem Anstieg zusammen.

Aktuelle On-Chain-Daten verschärfen das bereits negative Sentiment. Laut CryptoQuant-Daten sind die Bitcoin-Mining Kapazitäten bei mehreren großen amerikanischen Minern aufgrund von Winterstürmen und Elektrizitätsnetzbeschränkungen zurückgegangen.

Unternehmen wie CleanSpark, Riot Platforms, Marathon Digital und IREN verzeichneten einen temporären Rückgang ihrer Produktion. Das deutet auf operativen Druck in der Branche hin, nicht auf strukturelle Stärke.

https://twitter.com/jjcmoreno/status/2015791810765795515?s=20

Darüber hinaus steigt die Zahl der realisierten Verluste. Indikatoren wie Net Realized Profit and Loss zeigen, dass Anleger häufiger mit Verlust verkaufen, während große Gewinnmitnahmen abnehmen. Dieses Verhalten passt zu einer Risikominderung, nicht zu einer Akkumulation.

Sollte es in den Vereinigten Staaten tatsächlich zu einem Shutdown kommen, ist es wahrscheinlich, dass Bitcoin als risikoreiches Anlageinstrument darauf reagiert. Historische Muster und aktuelle Daten deuten darauf hin, dass vor allem die Abwärtsvolatilität verstärkt wird, anstatt einen nachhaltigen Aufschwung auszulösen. Der Markt blickt diese Woche gespannt auf die Entwicklungen.

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