Der Bitcoin-Kurs zeigt sich bemerkenswert stabil, während die Spannungen im Nahen Osten zunehmen. Trotz neuer Bedrohungen für die iranische Öl-Infrastruktur bewegt sich Bitcoin (BTC) aktuell um die 70.700 US-Dollar.
Die Kryptowährung reagierte kaum auf Meldungen über mögliche Angriffe auf Kharg Island, den wichtigsten Exporthafen für iranisches Öl.
Markt gewöhnt sich an Kriegsnachrichten
Am Freitag erreichte Bitcoin noch einen Höchststand von 73.838 US-Dollar, gab jedoch einen Teil der Gewinne wieder ab. Dennoch blieb der Rückgang begrenzt und der Kurs stabilisierte sich erneut über der Marke von 70.000 US-Dollar.
Analysten zufolge beginnt sich der Markt allmählich an die geopolitischen Spannungen anzupassen. In den ersten Tagen des Konflikts reagierten die Märkte noch extrem auf jede neue Nachricht.
Mittlerweile scheint sich ein Muster abzuzeichnen: Nachrichten über neue Angriffe führen zu einem kurzen Rückgang, gefolgt von einer Erholung des Kurses.
Auch andere große Kryptowährungen bleiben relativ stark. Ethereum (ETH) notiert derzeit um die 2.080 US-Dollar und ist auf Wochenbasis weiterhin im Plus.
Widerstand um 73.000 Dollar bleibt entscheidend
Trotz der Widerstandsfähigkeit bleibt der Bereich um 73.000 bis 74.000 US-Dollar ein wichtiger Widerstand für Bitcoin. In den vergangenen zwei Wochen wurde dieses Niveau mehrfach getestet, jedoch jedes Mal abgelehnt.
Solange dieser Bereich nicht überzeugend durchbrochen wird, besteht die Möglichkeit, dass Bitcoin vorerst in einer breiteren Spanne bleibt.
Blick auf Fed-Sitzung gerichtet
Neben dem Konflikt im Nahen Osten richten Anleger auch den Blick auf die Sitzung der Federal Reserve am 17. und 18. März.
Angesichts von Ölpreisen über 100 US-Dollar und einem eskalierenden Konflikt wächst die Sorge vor Stagflation. Laut der CME FedWatch-Tool erwartet der Markt mit über 95-prozentiger Sicherheit, dass die Zinsen vorerst unverändert zwischen 3,5 und 3,75 Prozent bleiben.
Besonders wichtig wird jedoch die Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell sein. Jede Andeutung, dass Zinserhöhungen erneut möglich werden, könnte risikoreiche Vermögenswerte wie Kryptowährungen unter Druck setzen.
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