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Die Hoffnung auf einen diplomatischen Durchbruch zwischen den USA und Iran hat sich am Wochenende zerschlagen. Der amerikanische Präsident Donald Trump hat heute die geplante Mission seiner Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner nach Pakistan in letzter Minute abgesagt.

Damit scheint die zweite Runde der Friedensgespräche vorerst vom Tisch und die Sorge wächst, dass der Konflikt zwischen beiden Ländern länger andauern könnte als erhofft. Das ist ein Rückschlag für Investoren, was sich im Bitcoin-Chart widerspiegelt.

USA im Vorteil, so Trump

Trump verkündete die Absage auf Truth Social und bestätigte die Entscheidung später in einem Interview mit Fox News. „Ich habe meinem Team gesagt: Ihr fliegt keine 18 Stunden, um da über nichts zu reden“, erklärte der Präsident.

Trump zufolge lohnen sich die Gespräche nicht, solange Iran keine Annäherung sucht. „Wir haben alle Trümpfe in der Hand. Sie können uns jederzeit anrufen“, sagte er. Dabei verwies er auf „große Uneinigkeit und Verwirrung innerhalb der iranischen Führung“.

Nach der Mitteilung sank der Bitcoin-Kurs um rund 0,70 Prozent von 77.800 Dollar auf aktuell 77.250 Dollar.

Die Absage folgte kurz nachdem der iranische Außenminister Abbas Araghchi Islamabad verlassen hatte. Er führte den ganzen Tag Gespräche mit pakistanischen Führern, lehnte jedoch ein Treffen mit der US-Delegation ab.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zeigte sich auf X zufrieden mit dem Besuch. „Wir hatten einen sehr warmen, herzlichen Gedankenaustausch über die aktuelle regionale Lage. Wir haben auch Themen von beiderseitigem Interesse besprochen, darunter die weitere Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Pakistan und Iran“, schrieb er.

Iran fordert zunächst die Aufhebung der US-Seeblockade, bevor Verhandlungen aufgenommen werden. Trump hat bereits klargestellt, dass er davon nichts wissen will, solange kein Abkommen vorliegt.

Araghchi reiste weiter nach Oman und bedankte sich bei seinen pakistanischen Gastgebern. „Es bleibt abzuwarten, ob die USA tatsächlich ernsthaft an Diplomatie interessiert sind“, schrieb er auf X.

Seeblockade verschärft Spannungen

Das größte Hindernis bleibt die Straße von Hormus. Diese entscheidende Seeroute, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öltransporte fließt, ist weitgehend durch gegenseitige Blockaden lahmgelegt.

Die US-Marine blockiert iranische Häfen und hat die Erlaubnis, iranische Schnellboote direkt anzugreifen, wenn sie versuchen, Minen zu legen. Iran drohte am Samstag seinerseits mit einer „kraftvollen Reaktion“, falls die USA „aggressive militärische Aktionen, einschließlich Seeblockaden und Piraterie“, fortsetzen.

Die erste Verhandlungsrunde am 11. April in Islamabad dauerte mehr als 20 Stunden und brachte kein Ergebnis. Seitdem ist keine Bewegung in den Verhandlungen, obwohl Trump diese Woche einen Waffenstillstand auf unbestimmte Zeit verlängert hat.

Auf die Frage von Axios, ob der Krieg nun erneut aufflammen könnte, hielt Trump alle Optionen offen. „Nein. Das bedeutet es nicht. Wir haben darüber noch nicht nachgedacht.“

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