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Trotz der neuen Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten legt Bitcoin (BTC) wieder zu. Seit dem Tief der vergangenen Woche ist der Kurs bereits um mehr als 11 Prozent gestiegen. Damit flammt die Debatte erneut auf, ob der Krypto-Winter nun endgültig vorbei ist.

Nach Einschätzung der Analysten von CryptoQuant könnte es sich jedoch nur um eine Erholungsrally handeln. Weitere Rückschläge wären demnach nicht ausgeschlossen.

Der Juli ist für Bitcoin oft ein starker Monat

Für den Rest des Monats könnte Bitcoin laut CryptoQuant an diese Entwicklung anknüpfen. Der Grund ist einfach: Der Juli zählt für den digitalen Coin häufig zu den stärkeren Monaten.

„In den vergangenen zehn Jahren gehörte der Juli für Bitcoin zu den verlässlichsten positiven Monaten; in den meisten betrachteten Jahren lag der Schlusskurs höher.

Besonders deutlich zeigte sich dieser Effekt in Abwärtszyklen: In den Bärenmarktjahren 2018 und 2022 stieg Bitcoin im Juli um rund 20 beziehungsweise 17 Prozent, obwohl der übergeordnete Trend schwach blieb.“

Juli is vaak een goede maand voor Bitcoin, vooral gedurende bearmarkten
Der Juli ist für Bitcoin häufig ein starker Monat, vor allem während Bärenmärkten. – Quelle: CryptoQuant

Am ersten Tag des Monats fiel Bitcoin auf etwa 57.700 Dollar, den niedrigsten Stand seit September 2024. Danach drehte der Markt.

Von zehn Handelstagen schlossen nur zwei im Minus. Das waren der vergangene Dienstag und Mittwoch, mit einem gesamten Rückgang von knapp 4 Prozent.

CryptoQuant verweist auf den eigenen Bull Score Index, um zu erklären, warum die aktuelle Erholung aus Sicht der Analysten noch nicht den Beginn einer großen Trendwende markiert.

Der Index bündelt Dutzende Signale zu einer Gesamtbewertung des Marktes. Er kombiniert On-Chain-Daten, also die Aktivität im Bitcoin-Netzwerk selbst, mit Marktdaten und Bewertungskennzahlen.

Der Wert reicht von 0 bis 100. Alles unter 60 deutet auf einen schwachen Markt hin. Oberhalb dieser Marke entsteht Raum für eine tragfähige Rally und einen echten Bullenmarkt.

Aktuell steht der Wert bei 20. Damit liegt er klar im bärischen Bereich und weit entfernt von der Schwelle, die CryptoQuant für eine Trendwende als notwendig ansieht.

Solange dieser Wert niedrig bleibt, ähnelt die Erholung eher den Jahren 2018 und 2022: eine Gegenbewegung innerhalb eines fallenden Trends, keine Wende.

Nachfrage nach BTC zieht wieder an

In den Charts tauchen zunehmend Bodensignale auf. Für eine nachhaltige Rally reicht das allein allerdings noch nicht. Die Nachfrage nach Bitcoin zieht jedoch wieder an, was CryptoQuant als erstes vorsichtiges positives Signal wertet.

Die gesamte 30-Tage-Nachfrage, die Spot- und Futures-Handel kombiniert, erholte sich vom stärksten Einbruch seit 2022 und liegt inzwischen nahe am neutralen Bereich. Anfang Juni waren aus dieser Nachfrage noch rund 650.000 BTC verschwunden.

Spekulative Futures liegen inzwischen leicht im positiven Bereich, während die Spot-Nachfrage so langsam schrumpft wie seit Mitte Mai nicht mehr.

„Eine Rückkehr in positives Terrain würde bestätigen, dass die Nachfrage wieder anspringt“, sagte Julio Moreno, Forschungschef bei CryptoQuant.

Auch US-Käufer kehren zurück. Der Coinbase Premium Index, ein Gradmesser für die Spot-Nachfrage in den USA, arbeitete sich von deutlich negativen Werten auf -0,062 zurück.

Laut CryptoQuant deutet das auf geringeren Verkaufsdruck an US-Börsen und eine stabilere Nachfrage großer institutioneller Anleger hin.

Ein drittes Signal kommt aus der Bewertung. Anfang Juni fiel die nicht realisierte Gewinnmarge von Tradern unter -24 Prozent und damit deutlich unter die Marke von -12 Prozent, die CryptoQuant als unterbewertet einstuft.

Solche Extremwerte fielen in der Vergangenheit häufig mit einem lokalen Boden zusammen, wenn kurzfristige Anleger massenhaft Verluste realisierten. Inzwischen arbeitet sich auch diese Kennzahl wieder nach oben.

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