Das Schlimmste für Bitcoin (BTC) könnte noch bevorstehen. Ein bekannter Analyst prognostiziert eine unruhige Phase für die digitale Währung und warnt, dass das zweite Quartal für Bitcoin „blutig“ werden könnte. Was steckt hinter seinem Pessimismus?

Bitcoin-Kurs könnte Richtung 40.000 Dollar fallen

Der Analyst Mr. Wall Street hält den jüngsten Kursanstieg für irreführend. Er vermutet, dass große Akteure den Preis absichtlich in die Höhe getrieben haben, um anschließend einen starken Rückgang zu ermöglichen.

Er schreibt: „Vor einigen Wochen sagte ich, dass Bitcoin kurzfristig bullisch und mittelfristig bärisch sei. Wir sahen einen Anstieg um 27 Prozent von 60.000 auf 76.000 Dollar, genau wie erwartet.“

Seine Einschätzung hat sich jedoch nach Donald Trumps Ansprache und dem darauffolgenden Marktrückgang vollständig geändert. Trump erklärte in einer großen Fernsehansprache, dass der Krieg mit Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen beendet werden könnte. Gleichzeitig warnte er, dass die USA noch härtere Angriffe durchführen könnten, falls es keine Einigung gibt.

Die Kryptomärkte reagierten jedoch negativ, da weiterhin kein klares Ende des Konflikts und damit auch der extrem hohen Ölpreise in Sicht ist. Bitcoin und Ethereum (ETH) verzeichnen Verluste von 3,3 beziehungsweise 4,8 Prozent in den letzten 24 Stunden.

Der Analyst ist nun auch kurzfristig nicht mehr positiv gestimmt. Seiner Meinung nach ist ein Rückgang auf 40.000 bis 45.000 Dollar wahrscheinlich. „Der Markt ist eindeutig bärisch und die nächste Bewegung geht nach unten“, so der Analyst.

Er erwartet möglicherweise einen kurzen Kursanstieg, doch danach könnte es deutlich abwärts gehen. Er hat seine Positionen angepasst und setzt auf einen Rückgang.

Der Bitcoin-Kurs liegt zum Zeitpunkt des Schreibens bei rund 66.400 Dollar. Sollte das schlechteste Szenario von Mr. Wall Street eintreffen, würde das einen Rückgang von etwa 40 Prozent bedeuten.

Dies wäre zudem der niedrigste Stand seit dem Rekordwert von über 126.000 Dollar im Oktober. Das bisherige Tief wurde Anfang Februar erreicht, als der Kurs kurz unter 60.000 Dollar fiel.

Warum dieser Rückgang laut Analyst nachvollziehbar ist

Laut dem Analysten spielt neben dem möglichen Preisdruck durch große Akteure auch die weltweite politische Lage eine entscheidende Rolle. Er verweist auf die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran. Solche Konflikte führen oft zu steigenden Ölpreisen, was wiederum Inflation und wirtschaftlichen Druck zur Folge hat.

„Die Eskalation im Nahen Osten wird unweigerlich zu einer weltweiten Rezession führen“, stellt er fest. „Vor allem, weil die Ölpreise stark steigen werden.“

Solche Unsicherheiten können risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen stark belasten. In Krisenzeiten werden Anleger oft vorsichtiger und entscheiden sich eher für sichere Optionen wie das Halten von Bargeld auf kurze Sicht.

Schwache Signale häufen sich für Bitcoin

Auch der niederländische Analyst Jelle warnt vor Abwärtsrisiken. Auf X erklärt er, dass der Bitcoin-Kurs innerhalb einer sogenannten „Bear Flag“ in der Tagesgrafik abgelehnt wurde.

Eine Bear Flag entsteht nach einem starken Rückgang, gefolgt von einer langsamen, aber stetigen Erholung. In den meisten Fällen setzt sich das Muster mit einem weiteren Rückgang fort, wie wir es bereits Anfang dieses Jahres beobachten konnten.

In der vergangenen Woche wurde das Muster an der Unterseite verlassen, und nun ist der Kurs an der unteren Trendlinie abgeprallt. Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass demnächst ein größerer Rückgang bevorsteht. Jelle weist darauf hin, dass Anleger die Preisniveaus von 65.000, 62.000 und 60.000 Dollar genau im Auge behalten sollten.

Auch der Analyst Sjuul von AltCryptoGems sieht Schwäche. Er beobachtet die 4-Stunden-Grafik und stellt fest, dass Bitcoin immer wieder an der 200 EMA, einer wichtigen durchschnittlichen Linie, abgelehnt wird. Er sagt: „Solange wir unter diesem gleitenden Durchschnitt handeln, behalten die Verkäufer die Kontrolle.“ Seiner Meinung nach ist der Abwärtstrend schwer zu durchbrechen.

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