Bitcoin verlor zwischen dem 31. Oktober und dem 4. November fast 7 % seines Wertes und fiel damit unter die Marke von 67.500 Dollar. Dieser Kursrückgang führte zudem zur Liquidation von Hebelpositionen im Wert von 190 Millionen Dollar und kam zu einem Zeitpunkt, als die Unsicherheit über die US-Wahlen zunahm.
Positive Signale für Bitcoin
Trotz dieser Kursverluste sieht Marcel Pechman von Cointelegraph keinen Grund zur Sorge. Er behauptet sogar, dass die meisten Indikatoren derzeit positive Signale für Bitcoin senden und dass wir möglicherweise den Boden dieser Korrektur erreicht haben.
Zu den positiven Indikatoren zählen unter anderem das Verhältnis von Long- zu Short-Positionen der Top-Händler auf Börsen, das gesamte Open Interest an den Futures-Märkten und die Nachfrage nach Stablecoins in China.

Laut Pechman zeigen Wale und Market Maker auf Binance und OKX Vertrauen in die Erholung von Bitcoin, basierend auf ihren kombinierten Spot- und Futures-Positionen. Diese Kennzahl zeigt trotz der Kursrückgänge keine Schwäche.
„Händler bleiben optimistisch in Bezug auf den Bitcoin-Kurs, sind jedoch zurückhaltend, mehr als 70.000 Dollar zu zahlen, da einige Analysten behaupten, dass ein Sieg von Kamala Harris und den Demokraten strengere Regulierungen für Krypto bedeuten könnte“, so Pechman.
US-Wahlen bringen Unsicherheit
Heute gehen die Amerikaner zur Wahl, was laut Pechman eine Menge kurzfristiger Unsicherheit mit sich bringt. Der pseudonyme Analyst Crypto Rand deutet an, dass Harris‘ unklarer Standpunkt zu Bitcoin Unsicherheit schafft. „Und Unsicherheit kann sogar schlimmer sein als Widerstand“, so Crypto Rand.
Um das Sentiment professioneller Händler zu erfassen, ist es laut Pechman entscheidend, auf das Open Interest am Futures-Markt zu schauen: „Ein starker Rückgang dieser Kennzahl deutet darauf hin, dass sich die Händler unwohl fühlen, im Kryptosektor engagiert zu sein, unabhängig davon, ob das Sentiment bullish oder bearish ist.“

Derzeit liegt das Open Interest bei 582.000 und ist vergleichbar mit dem der Vorwoche, wobei es 10 % höher ist als am 4. Oktober. Das deutet darauf hin, dass Investoren ihre Hebelpositionen trotz der jüngsten Unsicherheit und der Kurskorrektur ausbauen.
Pechman kombiniert diese Daten mit dem Verhältnis von Long- zu Short-Positionen und kommt zu dem Schluss, dass ein moderat bullisches Sentiment vorliegt, selbst nachdem Bitcoin am 29. Oktober noch über 73.000 Dollar gehandelt wurde.

In China zeigen Händler laut Pechman ebenfalls Widerstandsfähigkeit, da USDT dort ungefähr zum tatsächlichen USD/CNY-Wechselkurs gehandelt wird. CNY ist der chinesische Yuan, die Landeswährung Chinas.
In Zeiten, in denen es zu großen Abflüssen am Markt kommt, wird USDT oft mit einem Aufschlag von 2 % oder mehr gehandelt. Davon ist derzeit jedoch keine Rede, was laut Pechman ein gutes Zeichen ist.
Krypto am Morgen: Bitcoin-Kurs springt um 8 Prozent – endet jetzt der Bärenmarkt?
Der Bitcoin-Kurs sprang gestern Abend plötzlich auf 69.400 Dollar. Das sind die Gründe für den kräftigen Anstieg – und darauf sollten Anleger jetzt achten.
Bitcoin knackt wichtige Marke: Kursziel von 76.000 Dollar rückt näher
Bitcoin hat einen wichtigen Widerstand bei rund 66.600 Dollar überwunden. Technische Analysten sehen nun Spielraum für einen Anstieg in Richtung 76.000 Dollar.
Kryptomarkt im Rallymodus: Bitcoin, Ethereum und XRP durchbrechen wichtige Marken
Die Kryptokurse ziehen kräftig an: Bitcoin, Ethereum und XRP legen stark zu. Ein Newsbit-Analyst ordnet die Lage ein.
Meistgelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
Gefallenes KI-Wunderkind investiert 400 Millionen Dollar in ASML-Rivalen
Der ASML-Rivale Source Foundry erhielt in dieser Woche 400 Millionen Dollar von einem 24-Jährigen, der mit seinem Fonds gerade zwei Drittel verloren hat.
