Zum ersten Mal seit Ende 2023 haben Bitcoin (BTC)-Inhaber dreißig Tage in Folge Nettoverluste erlitten. Dies geht aus Daten von CryptoQuant hervor. Einfach ausgedrückt: In den vergangenen Monaten wurden mehr Bitcoins unter dem Kaufpreis verkauft als darüber. Welche Auswirkungen hat das auf das Marktsentiment?

Bitcoin-Kurs unter Druck durch anhaltenden Verkaufsdruck

CryptoQuant nutzt einen Indikator, der misst, ob verkaufte BTC mit Gewinn oder Verlust veräußert wurden. Dieser liegt derzeit unter null. Das bedeutet, dass Anleger überwiegend mit Verlust verkaufen. Solche Phasen deuten oft auf einen Vertrauensverlust hin, wobei Investoren, die auf höheren Niveaus eingestiegen sind, nun ihre Verluste realisieren.

Weltwirtschaft sorgt für Unsicherheit am Kryptomarkt

Die globale Unruhe durch geopolitische Spannungen und mögliche Handelskriege um Grönland führt dazu, dass Anleger Risiken scheuen. In solchen Zeiten verlagern viele Investoren ihr Kapital von Krypto in sichere Häfen wie Gold. Das setzt den Bitcoin-Kurs unter Druck, sodass einige ihre BTC mit Verlust verkaufen.

Gold steigt, BTC fällt: Wiederholt sich die Geschichte?

Während BTC zu kämpfen hat, erreicht der Goldpreis neue Höchststände. Das Verhältnis zwischen Gold und Bitcoin hat sich dadurch stark verschlechtert. Analysten von Bitfinex weisen darauf hin, dass dies schon früher passiert ist und Bitcoin in solchen Situationen oft besser abschnitt als Gold.

Auch Bitcoin-ETFs verzeichnen große Abflüsse

US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs waren ebenfalls stark betroffen. Am ersten Tag nach Beginn des Handelskriegs wurden Anteile im Wert von über 394 Millionen Dollar verkauft. Insbesondere Anleger, die zu hohen Kursen eingestiegen sind, schließen nun ihre Positionen mit Verlust.

Die scharfen Äußerungen von Donald Trump zu neuen Importzöllen führen zu zusätzlicher Unsicherheit. Dies spiegelt sich im Fear & Greed Index wider, der von fünfzig auf zweiunddreißig gesunken ist. Damit befindet sich der Markt erneut in einer Phase der Angst, in der Anleger Risiken meiden.

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