Der Bitcoin-Kurs und die globalen Aktienmärkte sind heute gefallen aufgrund zunehmender Spannungen im Nahen Osten. Dennoch bleiben Analysten optimistisch hinsichtlich der Langzeitprognosen für Bitcoin (BTC), mit einem möglichen Kursziel von 200.000 Dollar bis Ende 2025.
Bitcoin-Kurs unter Druck durch Unruhen im Nahen Osten
Der Bitcoin-Kurs ist heute um 2,1 Prozent gefallen und handelt um die 107.000 Dollar. Auch der Rest des Kryptomarkts ist im Minus. Der XRP-Kurs verlor 3,8 Prozent und Tron fiel sogar um fast 7 Prozent.
Der Rückgang folgt auf Berichte, dass die Vereinigten Staaten Personal aus dem Nahen Osten abziehen wegen zunehmender Spannungen mit dem Iran. Israel könnte militärische Aktionen in Betracht ziehen. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verstößt der Iran erstmals seit zwanzig Jahren offiziell gegen seine Nichtverbreitungsverpflichtungen.
Investoren suchen daher Zuflucht in sicheren Häfen wie Gold und dem Schweizer Franken. Risikoreiche Vermögenswerte wie Krypto werden dadurch weniger attraktiv.
Federal Reserve und Inflation bieten Hoffnung
Gleichzeitig gibt es auch Raum für Optimismus. Neue Inflationszahlen aus den USA zeigen, dass die Kerninflation stabil bei 2,8 Prozent blieb. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Zinsen dieses Jahr zweimal senkt, beginnend im September. Eine solche Lockerung wäre günstig für risikoreiche Anlagen wie Bitcoin.
Laut James Butterfill, Leiter der Forschung bei CoinShares, flossen diese Woche 900 Millionen Dollar in digitale Vermögenswerte. „Diese Wiederbelebung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin nahe seinem Allzeithoch ist, während die globale Geldmenge steigt,“ sagt er.
Institutionelle Nachfrage bleibt BTC unterstützen
Boris Alergant, ehemaliger Ripple- und JPMorgan-Executive, sieht die Langzeitprognosen für BTC positiv. „Immer mehr Institutionen folgen MicroStrategy, indem sie Bitcoin zu ihrer Bilanz hinzufügen. Das schafft strukturelle Nachfrage,“ so Alergant.
Auch die Haltung der amerikanischen SEC wird positiver. Der Regulator scheint sich für ETF-Anträge auf Altcoins wie Solana zu öffnen. Dies nährt die Erwartung eines ‚Altcoin ETF-Sommers‘. Zudem fördert regulatorische Freundlichkeit gegenüber Staking und DeFi das erneute Interesse in diesem Segment.
„Dies ist das erste Mal, dass die SEC sich koordiniert sowohl für Layer-1-Tokens als auch für DeFi öffnet,“ sagt Youwei Yang, Chefökonom bei BIT Mining.
Eskalation bleibt Risiko
Dennoch bleibt das Risiko einer Eskalation im Nahen Osten wie eine dunkle Wolke über den Märkten. Während niedrige Inflation und mögliche Zinssenkungen günstig für Krypto sind, können geopolitische Entwicklungen schnell Gegenwind erzeugen.
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