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Der jüngste Rückgang des Bitcoin-Kurses hat für einen bemerkenswerten Rekord gesorgt. Noch nie lagen so viele Bitcoin im Verlust wie derzeit. Zugleich hält eine große Gruppe von Anlegern weiter an ihren Coins fest – ein Muster, das auch in früheren Marktzyklen zu beobachten war und Hinweise auf die aktuelle Marktphase geben könnte.
Daten der Analyseplattform Glassnode zufolge lagen gestern 10,83 Millionen Bitcoin im Verlust. Das ist der höchste jemals gemessene Wert. Der Bitcoin-Kurs war dabei auf 59.200 Dollar gefallen, den niedrigsten Stand seit Oktober 2024.

Auslöser des jüngsten Kursrückgangs waren unter anderem Sorgen um die Finanzlage von Strategy, dem weltweit größten Bitcoin-Halter unter den Unternehmen. Anleger befürchten, dass die Firma von Michael Saylor deshalb möglicherweise weitere Bitcoin verkaufen muss. Inzwischen hat sich der Bitcoin-Kurs wieder leicht auf rund 61.100 Dollar erholt.
Vor vier Monaten lag die Menge der im Verlust liegenden Bitcoin noch bei 9,8 Millionen. Anfang Juni stieg die Zahl bereits auf 10,78 Millionen, nun folgte ein neuer Rekord.
Glassnode verweist darauf, dass die aktuelle Lage früheren Tiefpunkten am Markt ähnelt. Während der Bärenmärkte 2019, 2020 und 2022 lag die Zahl der Bitcoin im Minus bei rund 10,5 Millionen. Damit befindet sich der Markt den historischen Daten zufolge erneut auf einem Niveau, das in der Vergangenheit mit wichtigen Bodenbildungen zusammenfiel.
Auffällig ist, dass auch langfristig orientierte Anleger zunehmend Buchverluste verzeichnen. Von der gesamten im Minus liegenden Menge entfallen 5,58 Millionen Bitcoin auf langfristige Halter. Dabei handelt es sich um Anleger, die ihre Bitcoin seit mindestens 155 Tagen nicht bewegt haben.
Das ist der zweithöchste Wert aller Zeiten. Nur während der Panik an den Finanzmärkten im März 2020 lag diese Zahl noch etwas höher: Damals lagen in dieser Gruppe gut 5,6 Millionen Bitcoin im Minus.
Trotz dieser Verluste bauen langfristig orientierte Anleger ihre Positionen weiter aus. Laut Glassnode halten sie inzwischen rund 14,8 Millionen Bitcoin, so viel wie nie zuvor. Damit kontrollieren sie fast 75 Prozent der rund 20 Millionen Bitcoin, die derzeit im Umlauf sind. Rund 37 Prozent ihrer Bestände liegen aktuell im Verlust.
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