Bitcoin (BTC) steigt wieder, verliert aber gleichzeitig Marktanteile. Der Rest des Marktes, eigentlich vor allem Ethereum (ETH), entwickelt sich besser und erobert zunehmend Terrain zurück. Dieses Bild hält schon eine Weile an, aber von einer Altcoin-Saison ist noch immer keine Rede. Dennoch scheint sie mit jedem Tag näher zu rücken.
BTC verliert dank ETH an Boden
Die Bitcoin-Dominanz zeigt, wie viel Prozent der gesamten Kryptomarktkapitalisierung in Bitcoin steckt. Seit dem Aufwärtstrend, der Anfang 2023 einsetzte, nimmt Bitcoin einen immer größeren Teil des Marktes ein.
Altcoins hatten hin und wieder ihre Blütephasen. Zum Beispiel als Donald Trump Ende letzten Jahres die US-Präsidentschaftswahlen gewann. Ein paar Wochen stiegen Coins wie Ethereum, Ripple (XRP) und Cardano (ADA) stärker als Bitcoin. Danach übernahm BTC jedoch wieder die Führung.
Jetzt ist erstmals wieder eine längere Abwärtsbewegung zu sehen. Anfang des vergangenen Monats begann die Bitcoin-Dominanz plötzlich zu fallen. Dafür können wir vor allem Ethereum danken, das sich in letzter Zeit deutlich besser entwickelt als Bitcoin.
Am 21. Juli erreichte die Bitcoin-Dominanz einen Tiefpunkt knapp über 60 Prozent, anschließend erholte sie sich wieder etwas. Aber Altcoins haben nun erneut eine sehr gute Woche hingelegt. Bitcoin repräsentiert derzeit 60,81 Prozent des Kryptomarktes, doch das Chartbild deutet darauf hin, dass dieser Wert in nächster Zeit weiter fallen wird. Die BTC-Dominanz hat nämlich einen Aufwärtskanal nach unten verlassen.
Ist es schon Altcoin-Saison?
Offiziell darf man von einer Altcoin-Saison sprechen, wenn 75 Prozent der 50 größten Altcoins über einen Zeitraum von 90 Tagen besser abschneiden als Bitcoin. Derzeit sind es laut Blockchaincenter 39. Am 21. Juli waren es 59.
Eine andere Grafik zeigt deutlich, dass die BTC-Dominanz in einer ähnlichen Lage ist wie Anfang 2021, kurz bevor wir eine Altcoin-Saison erlebt haben. Das bedeutet natürlich nicht, dass jetzt dasselbe passieren wird, interessant ist es aber dennoch.
Tauchen wir etwas tiefer in die Daten ein, sehen wir, dass es im letzten Bullenmarkt blitzschnell einbrach. Ende März stand Bitcoin noch für 61 Prozent der gesamten Kryptomarktkapitalisierung, und Mitte Mai waren es nur noch 40 Prozent.
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