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Die kräftige Korrektur am Kryptomarkt hat erneut Fragen nach der Tragfähigkeit von Unternehmen aufgeworfen, die große Mengen Bitcoin (BTC) halten. Vor allem Strategy, mit Abstand der größte börsennotierte Bitcoin-Halter, scheint von der Turbulenz vorerst kaum betroffen zu sein.
Analysten fragen sich nun, ob das Unternehmen trotz des jüngsten Kurssturzes weiterhin auf dem Weg in den S&P 500 ist. Mehrere Marktteilnehmer schließen diese Möglichkeit nicht aus.
Laut einem heute veröffentlichten Bericht von Matrixport ist ein erzwungener Verkauf des Bitcoin-Bestands von Strategy kurzfristig kein realistisches Szenario. Das Unternehmen verfügt über große Reserven und genügend Flexibilität, um Schwankungen im Bitcoin-Kurs abzufedern.
Eine andere Gruppe spürt den Schmerz jedoch deutlich. Es handelt sich um Anleger, die eingestiegen sind, als die Aktie weit über dem Wert des zugrunde liegenden Bitcoin-Bestands notierte. Da der sogenannte Net Asset Value (NAV) gesunken ist, gerät ihre Position stark unter Druck. Das ist der Wert aller Vermögenswerte abzüglich der Schulden, geteilt durch die Anzahl der ausstehenden Aktien.

Die Strategy-Aktie fiel von einem Hoch von 474 US-Dollar auf rund 207 US-Dollar. Gemessen am aktuellen Bitcoin-Kurs wirkt die Aktie nach Einschätzung der Analysten dennoch relativ günstig. Eine Aufnahme in den S&P 500 im Dezember halten sie weiterhin für gut möglich. Krypto-Analysten von 10X Research beziffern die Chance sogar auf 70 Prozent.
Die jüngste Kreditbewertung von Strategy durch S&P Global Ratings sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Einstufung B minus fällt in die Kategorie spekulativ – ein Niveau, das häufig mit Junk Bonds assoziiert wird. Erstmals erhält damit ein Unternehmen, das sich so stark auf das Halten von Bitcoin fokussiert, ein Rating von S&P.
Der Druck auf kleinere Unternehmen, die Krypto in ihrer Bilanz führen, hat unterdessen zugenommen. Mehrere Firmen sahen ihren sogenannten mNAV unter die Marke von 1 fallen. Das ist der in Echtzeit geschätzte Wert aller Vermögenswerte.
Damit wird es nahezu unmöglich, neue Aktien auszugeben, um zusätzliche Krypto zu kaufen. Unter anderem gerieten Bitmine, Metaplanet, Sharplink Gaming, Upexi und DeFi Development Corp dadurch in Bedrängnis.
Strategy scheint vorerst weniger anfällig für dieses Risiko. Executive Chairman Michael Saylor sagte gestern bei Fox Business, er fürchte keinen neuen starken Einbruch. „Das Unternehmen ist darauf ausgelegt, einen Rückgang von 80 bis 90 Prozent auszuhalten und einfach weiterzumachen.“
In dieser Woche kündigte Strategy zudem den Kauf von 8.178 Bitcoin für 835 Millionen US-Dollar an. Das ist deutlich mehr als der durchschnittliche monatliche Kauf von rund 500 Bitcoin in der jüngeren Vergangenheit. Entscheidend ist nun die Frage, ob dieses Vertrauen für einen Platz im S&P 500 ausreicht – oder ob sich der Markt erst erholen muss, bevor dieser Schritt möglich wird.
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