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Bitcoin scheint sich von den jüngsten Rückschlägen zu erholen, denn zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der Kurs bei 85.000 Dollar. Damit liegt Bitcoin deutlich über seinem vorläufigen lokalen Tief von 76.700 Dollar. Laut The Kobeissi Letter sollten wir uns jedoch nicht zu früh freuen, denn der Markt preist eine Rezession ein.
„Die Aktienmärkte preisen eindeutig eine Rezession ein: Der S&P 500 ist um 2 % gefallen, seit die US-Notenbank im September 2024 begonnen hat, die Zinsen zu senken“, so The Kobeissi Letter.
Am beunruhigendsten ist derzeit die Kombination aus sinkendem Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten und gleichzeitig steigender Inflation. Diese Dynamik wird von Ökonomen als Stagflation bezeichnet – und sie gilt grundsätzlich als das ungünstigste Szenario für eine Volkswirtschaft.
Auch für die Finanzmärkte ist das meist ein schlechtes Zeichen. Das zeigt sich auch am Verhalten des Bitcoin-Kurses, der sich in den letzten Wochen eher schwach präsentierte. Am 20. Januar wurde noch ein neues Allzeithoch von 109.000 Dollar erreicht, während man sich aktuell mit 85.000 Dollar zufrieden zeigt.
The Kobeissi Letter zeigt sich klar negativ gegenüber dem Markt und verweist mit zahlreichen Grafiken und Daten regelmäßig auf eine bevorstehende Rezession. Auch in der folgenden Grafik ist rot eingekreist zu erkennen, dass ein erhebliches Rezessionsrisiko bestehen soll.
Die Realität ist jedoch, dass jede Rezession einzigartig ist. Auf Basis solcher Grafiken lassen sich keine verlässlichen Schlussfolgerungen über den Zustand einer Volkswirtschaft ziehen. Dafür muss man eine Vielzahl von Datenpunkten und Indikatoren analysieren.
Obwohl sich die US-Wirtschaft in letzter Zeit abgeschwächt hat, ist es wahrscheinlich noch zu früh, um wirklich von einer Rezession zu sprechen. Es besteht weiterhin eine gute Chance, dass es der US-Notenbank gelingt, eine sogenannte weiche Landung zu erreichen – ein Szenario, in dem die Inflation auf 2,0 % fällt, ohne dass eine Rezession eintritt.
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