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Ein großes kolumbianisches Pensionsfonds wagt den vorsichtigen Schritt in Richtung Bitcoin (BTC). AFP Protección, das zweitgrößte private Renten- und Abfindungsfonds des Landes, plant die Einführung eines neuen Fonds mit Bitcoin-Exposure.
Der Kern der Pensionsportfolios bleibt unangetastet, aber qualifizierte Anleger erhalten eine zusätzliche Option.
Das bestätigt Juan David Correa, der CEO von Protección SA, in einem Interview mit dem kolumbianischen Medium Valora Analitik. Der Fonds wird nur über einen persönlichen Beratungsprozess zugänglich sein. Dabei wird individuell geprüft, ob das Risiko zum Profil des Kunden passt. Nicht jeder wird zugelassen.
„Das wichtigste Element ist die Diversifikation“, sagt Correa. Anleger, die die Bedingungen erfüllen, können, wenn sie möchten, einen kleinen Teil ihres Portfolios in diesen Anlagetyp investieren.
Der neue Bitcoin-Fonds bedeutet keinen Bruch mit der bisherigen Strategie. Protección betont, dass traditionelle Investitionen weiterhin das Fundament der kolumbianischen Renten darstellen. Dazu gehören Anleihen, Aktien und andere feste Werte. Bitcoin wird als zusätzliche Wahlmöglichkeit für eine begrenzte Gruppe von Anlegern positioniert.
AFP Protección existiert seit 1991 und verwaltet mehr als 220 Billionen kolumbianische Pesos, was umgerechnet etwa 55 Milliarden Dollar entspricht. Das Fonds bedient über 8,5 Millionen Kunden durch obligatorische und freiwillige Rentenpläne sowie Abfindungsregelungen.
Der gesamte kolumbianische Pensionsmarkt ist beträchtlich: Ende November 2025 belief er sich auf 527,3 Billionen Pesos, von denen fast die Hälfte im Ausland investiert ist.
Protección ist nicht der erste Anbieter in Kolumbien. Der Konkurrent Skandia begann bereits im letzten Jahr, Bitcoin-Exposure in einem seiner Portfolios anzubieten. Damit wächst die Rolle digitaler Assets allmählich im lateinamerikanischen Pensionssektor.
Der Schritt von Protección passt in einen breiteren internationalen Trend. In den USA öffnete Präsident Donald Trump vor einiger Zeit die Tür für Krypto in Rentenplänen. Durch eine neue Verfügung dürfen Amerikaner künftig Bitcoin, Ethereum (ETH) und andere Kryptowährungen in ihre 401(k)-Rentenkonten aufnehmen.
Auch aus der Branche kommt Unterstützung. Bitwise-CEO Matt Hougan bezeichnet den Ausschluss von Bitcoin aus Rentenplänen als „lächerlich“. Seiner Meinung nach ist Bitcoin einfach eine Anlageklasse und wies im vergangenen Jahr sogar weniger Volatilität auf als Nvidia-Aktien.
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