Die Kryptobörse Binance wehrt sich gegen eine neue Untersuchung seitens der US-Politik. Laut dem Unternehmen beruht diese Untersuchung auf fehlerhaften Berichterstattungen in internationalen Medien. Worum genau geht es bei den Anschuldigungen?
Amerikanischer Senator untersucht Binance
Der US-Senator Richard Blumenthal gab Ende letzten Monats bekannt, dass er eine Untersuchung gegen die Kryptobörse Binance eingeleitet hat. Anlass sind Medienberichte, die nahelegen, dass die Handelsplattform möglicherweise gegen Sanktionen gegen den Iran verstoßen hat.
Laut diesen Berichten sollen zwei Partner von Binance, Hexa Whale und Blessed Trust, bei Transaktionen eine Rolle gespielt haben, die möglicherweise mit iranischen Parteien in Verbindung stehen. Die Unternehmen sollen als Vermittler bei Geldflüssen zu Entitäten im Iran agiert haben.
Blumenthal, Mitglied eines Untersuchungsausschusses des Senats, stellte deshalb Fragen an Binance zur Handhabung von Sanktionen und möglichen Geldwäschepraktiken.
Binance bezeichnet Vorwürfe als nachweislich falsch
Binance weist die Anschuldigungen scharf zurück. In einer offiziellen Stellungnahme an den Senator erklärt das Unternehmen, dass die Untersuchung weitgehend auf fehlerhaften Informationen basiere.
„Die jüngste Berichterstattung, auf der Ihre Untersuchung basiert, ist nachweislich falsch, nicht durch glaubwürdige Beweise untermauert und in mehreren Punkten verleumderisch“, schreibt Binance in einem Brief an Blumenthal.
Dem Unternehmen zufolge hatten Hexa Whale und Blessed Trust nur indirekten Kontakt zu einigen Krypto-Wallets, die möglicherweise mit dem Iran verbunden sind. Das bedeutet, dass keine direkten Transaktionen zwischen Binance-Konten und iranischen Parteien stattgefunden hätten.
Als diese möglichen Risiken bekannt wurden, leitete Binance eine eigene Untersuchung ein. Nach dieser Untersuchung entschied sich die Plattform, beide Partner zu entfernen.
„Soweit wir wissen, hat kein einziges Binance-Konto direkt mit einer im Iran ansässigen Entität gehandelt“, erklärt das Unternehmen.
Binance verweist auf strengere Kontrollen und frühere Einigung
Die Angelegenheit ist brisant, da Binance in der Vergangenheit bereits aufgrund von Verstößen gegen US-Vorschriften in die Kritik geraten war. 2023 räumte das Unternehmen ein, gegen Sanktionsgesetze verstoßen und Anti-Geldwäsche-Regelungen unzureichend umgesetzt zu haben.
Die Kryptobörse zahlte damals eine Einigung von 4,3 Milliarden Dollar an die US-Behörden. Auch musste der Gründer und CEO Changpeng Zhao (CZ) zurücktreten. Er erhielt später eine viermonatige Haftstrafe.
Im vergangenen Monat äußerte sich CZ zudem optimistisch, dass er erneut Möglichkeiten für Wachstum in den USA sieht, insbesondere durch Binance.US. Ihm zufolge eröffnet das verbesserte regulatorische Umfeld unter der Trump-Administration neue Chancen.
Binance prüft Rückkehr nach Großbritannien – vier Jahre nach dem Aus
Binance erwägt, eine Zulassung der FCA zu beantragen. Damit könnte die Kryptobörse Nutzern im Vereinigten Königreich ab 2027 wieder bestimmte Kryptodienste anbieten.
Gemini macht 107,7 Millionen Dollar Verlust trotz 37 Prozent Umsatzplus
Gemini steigert den Quartalsumsatz deutlich, schreibt aber einen hohen Verlust. Zugleich bricht das Handelsvolumen ein, während die Kreditkartenerlöse weiter kräftig zulegen.
Kraken-Gewinn bricht im schwachen Kryptomarkt um 71 Prozent ein
Die Kraken-Mutter Payward verzeichnet wegen niedrigerer Handelsvolumina einen Gewinneinbruch von 71 Prozent, obwohl Umsatz und Kundenzahl zulegen.
Meist gelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
Gefallenes KI-Wunderkind investiert 400 Millionen Dollar in ASML-Rivalen
Der ASML-Rivale Source Foundry erhielt in dieser Woche 400 Millionen Dollar von einem 24-Jährigen, der mit seinem Fonds gerade zwei Drittel verloren hat.
