Changpeng Zhao, Mitbegründer von Binance, trat erstmals nach seiner präsidialen Begnadigung deutlich in den USA auf. Bei einer exklusiven Krypto-Veranstaltung von World Liberty Financial, einer Initiative der Trump-Familie, sprach er offen über seine Pläne mit Binance.US. Seine Botschaft ist klar: die Plattform will in Amerika wieder wachsen.
Zhao erschien auf dem Anwesen von Donald Trump in Florida und äußerte, dass der US-Markt seiner Meinung nach erneut zum Zentrum der Kryptowelt werden könnte. Das biete Chancen für Binance.US, trotz früherer rechtlicher Probleme.
Binance und das Comeback in den USA
Bekannt als ‚CZ‘, trat Zhao 2023 als CEO von Binance zurück, nachdem er sich schuldig bekannt hatte, gegen Anti-Geldwäsche-Vorschriften verstoßen zu haben. Er behielt jedoch seine Anteile am Unternehmen. Der globale Arm von Binance einigte sich damals auf eine Milliarden-Dollar-Einigung mit US-Behörden. Binance.US war nicht Teil dieses Deals, stand aber dennoch unter erheblichem Druck von Aufsichtsbehörden.
Beim Event in Mar-a-Lago betonte Zhao, dass er sich ausschließlich zu Binance.US äußerte und nicht zum internationalen Mutterkonzern. „Wir wollen viel mehr Geschäfte in den USA machen“, sagte er. „Wir wollen ein überlegenes Produkt auf den US-Markt bringen und es zugänglicher machen.“
Zhao zufolge hat sich das regulatorische Klima unter der aktuellen Führung in Washington erheblich verbessert. Die Klage, die die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission zuvor gegen Binance.US eingereicht hatte, wurde letztes Jahr unter dem Vorsitz von Paul Atkins zurückgezogen. Dadurch könnten Optionen wie neue Bankbeziehungen oder sogar eine Banklizenz wieder in Reichweite kommen.
Verbindungen zu Trump und World Liberty Financial
Der Auftritt von Zhao fand im Rahmen eines Forums von World Liberty Financial statt, einem Kryptoprojekt der Trump-Familie. Binance hatte zuvor den USD1-Stablecoin der Initiative beworben. Diese Coin wurde später bei einer Investition von zwei Milliarden Dollar in Binance durch den Investor MGX aus Abu Dhabi verwendet.
Zhao zufolge leisteten Teams innerhalb des BNB Chain-Ökosystems technische Unterstützung bei der Einführung von USD1. Er bezeichnete dies als üblich für Projekte, die auf dem Netzwerk aufgebaut werden.
Die Kombination aus seiner Anwesenheit bei der exklusiven Trump-Veranstaltung und seiner jüngsten Begnadigung hat bei einigen demokratischen Politikern Fragen zu möglichen Interessenkonflikten aufgeworfen. Zhao selbst sieht darin kein Problem. Er erklärte, dass er jährlich dutzende Konferenzen besuche und dieses Event keine Ausnahme sei.
Was die Pläne von Binance.US konkret für den US-Kryptomarkt bedeuten werden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Sicher ist, dass Zhao sich wieder deutlich in die Debatte einbringt, zu einem Zeitpunkt, an dem die USA erneut eine führende Rolle im Sektor anstreben.
Binance-Abflüsse verdreifachen sich nach MiCA-Frist: ETH-Abhebungen auf Rekordniveau
Die Abflüsse bei Binance erreichten nach dem erzwungenen Rückzug aus Europa den höchsten Stand seit 2023. Vor allem Ethereum wird in großem Stil abgezogen.
Binance und Anchorage Digital führen eine neue Lösung für Großinvestoren ein
Anchorage Digital ist eine Partnerschaft mit Binance eingegangen, um den institutionellen Kryptohandel sicherer und effizienter zu machen.
Klage gegen Binance: 1.700 britische Anleger fordern 200 Millionen Dollar
Britische Anleger fordern von Binance 200 Millionen Dollar wegen riskanter Derivate, während die Kryptobörse auch in Europa unter Druck steht.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
