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Hyperliquid hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einer der beliebtesten Handelsplattformen im Kryptobereich entwickelt, konzentriert sich mittlerweile jedoch auf weit mehr als nur Kryptowährungen. Auf der Plattform können Nutzer mit dem Bitcoin (BTC) Kurs, andere Kryptowährungen, Energiemärkte und Pre-IPO-Märkte handeln.

Ab sofort können Trader auch auf wirtschaftliche Ereignisse wie Inflationszahlen und Entscheidungen der US-Notenbank spekulieren.

Hyperliquid expandiert über Krypto hinaus

Mit der Expansion zielt Hyperliquid jetzt auch auf Wettbörsen ab, einen schnell wachsenden Sektor, der durch Plattformen wie Polymarket populär wurde. Die neuen Pläne wurden über Telegram bekannt gegeben. Laut dem Handelsunternehmen FalconX entwickelt sich Hyperliquid immer mehr über eine traditionelle Kryptobörse hinaus.

Hyperliquid wurde vor allem durch den Handel mit Perpetual Futures, einer Art unbefristeter Futures-Kontrakte, beliebt. Die Plattform hat sich in kurzer Zeit zu einer der größten dezentralen Börsen im Kryptobereich entwickelt und zog viele aktive Trader dank niedriger Kosten und schneller Transaktionen von der Konkurrenz an.

Hyperliquid wuchs zudem nicht nur durch den Kryptowährungshandel. Das Plattformvolumen stieg zuletzt deutlich durch Perpetual Futures auf anderen Märkten, wie Brent-Öl und Erdgas.

Vor allem während geopolitischer Spannungen rund um den Iran wurde Hyperliquid bei Tradern populär, die rund um die Uhr auf schwankende Energiepreise spekulieren wollten.

Auch die Möglichkeit, bereits vor einem Börsengang auf einen SpaceX-bezogenen Futures-Kontrakt zu handeln, sorgte kürzlich für zusätzliche Aufmerksamkeit rund um die Plattform.

Mit den neuen sogenannten „HIP-4”-Wettkontrakten erweitert die Plattform nun ihr Angebot weiter. Händler können Kontrakte auf den Ausgang realer Ereignisse außerhalb des Kryptomarktes kaufen. Dazu gehören beispielsweise US-Inflationszahlen oder Zinsentscheidungen der Federal Reserve (Fed).

Neuer Ansatz für Wettbörsen

Das System funktioniert anders als bei der Konkurrenz Polymarket. Dort werden die Ergebnisse über UMA, ein externes Oraclenetzwerk, überprüft, bei dem Token-Inhaber über das endgültige Ergebnis eines Marktes abstimmen. Dieses Modell wurde zuvor kritisiert, nachdem umstrittene Wetten zu Diskussionen über die mögliche Beeinflussung durch große Token-Inhaber führten.

Hyperliquid entscheidet sich für einen eigenen Ansatz. Validatoren im Netzwerk sammeln selbst Informationen über automatische Newsfeeds und stimmen dann über das Ergebnis eines Vertrags ab. Damit bleibt die Abwicklung vollständig intern.

HYPE steigt 2026 um 134 Prozent

Auch der Kurs des eigenen HYPE Tokens von Hyperliquid zog in den letzten Monaten viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Kryptowährung gehört mit einem Anstieg von über 134 Prozent seit Jahresbeginn zu den bestperformenden Cryptos des Jahres 2026.

Am vergangenen Sonntag erreichte HYPE einen neuen Kursrekord von 64,30 Dollar, doch mittlerweile hat sich der Kurs auf etwa 59,40 Dollar abgekühlt. Dies entspricht einem Rückgang von über 6 Prozent innerhalb eines Tages.

Analyst Crypto Jelle merkt an, dass das alte Allzeithoch vorerst als wichtige Unterstützung für den Kurs zu bestehen scheint.

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