Ripple hat kürzlich einen dritten Rechtsstreit gegen die US Securities and Exchange Commission (SEC) gewonnen. Der pro-XRP Anwalt John Deaton deutet jedoch an, dass die Entscheidung der SEC, die Klage fallenzulassen, eine strategische Maßnahme war, um schneller Berufung einlegen zu können.
Deaton glaubt, dass die SEC die Klage fallen ließ, weil sie Zweifel an einem Sieg gegen Ripples CRO, Brad Garlinghouse, und den geschäftsführenden Vorsitzenden Chris Larsen hatte. Trotz dieses Schritts kann die SEC nicht sofort Berufung einlegen, da das Verfahren zuerst in eine Strafphase eintritt. In dieser Phase werden vom Gericht festgelegte Strafen und Bußgelder verhängt und vollstreckt.
Es wird erwartet, dass nun Verhandlungen über den Betrag beginnen, den Ripple wegen möglicher illegaler XRP-Verkäufe zahlen muss. Deaton geht davon aus, dass der Betrag durch Verhandlungen erheblich reduziert werden kann. Aus früheren Anhörungen im Juli ging hervor, dass der Verkauf von XRP über Börsen nicht unter das US-Wertpapiergesetz fällt. Allerdings hat Ripple dieses Gesetz verletzt, als es Tokens direkt an institutionelle Anleger verkaufte.
Deaton erwartet lange Verhandlungen
Deaton rechnet damit, dass die Verhandlungen möglicherweise über einen Betrag von mehr als 770 Millionen Dollar geführt werden. Er schätzt, dass der Abschluss des Falles acht Monate oder länger dauern könnte. Dies würde bedeuten, dass eine Berufung durch die SEC vor 2023 unwahrscheinlich ist. Beide Parteien haben vereinbart, sich spätestens am 9. November zu treffen.
SEC in der Kritik
Auch andere Experten äußern ihre Unzufriedenheit über das Vorgehen der SEC. Bill Morgan beschuldigt die SEC, das Verfahren absichtlich in die Länge zu ziehen, um die rechtlichen Kosten für Ripple zu erhöhen. Er hofft, dass die SEC in der Strafphase vor erheblichen Herausforderungen steht.
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