Der Bitcoin-Kurs steht unter Druck, da Anleger weltweit Risiken meiden. Nach Verlusten an der Wall Street verzeichneten auch die Kryptomärkte rote Zahlen.

Der Auslöser ist eine Welle der Unsicherheit rund um künstliche Intelligenz, die weltweit ihre Spuren hinterlässt. Später am Tag werden zudem neue US-Inflationsdaten veröffentlicht, die entscheidend für die Zinspolitik der Zentralbank sein können.

AI-Sorgen belasten weltweite Märkte

Der Verkaufsdruck wurde durch zunehmende Bedenken über die Bewertungen im AI-Sektor verstärkt. Anleger befürchten, dass die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz nicht unmittelbar rentabel sind. Dies führte zu starken Kursbewegungen bei amerikanischen Technologiewerten.

Der sogenannte Volatilitätsindex stieg an, was auf zunehmende Nervosität unter Anlegern hinweist. In diesem Umfeld suchen viele nach sichereren Anlagen. Gold und Silber erholten sich, nachdem sie zuvor gefallen waren. Amerikanische Staatsanleihen gaben einen Teil ihrer vorherigen Gewinne ab, bleiben jedoch begehrt.

Unterdessen stieg die Rendite auf zehnjährige US-Staatsanleihen auf 4,11 Prozent. Dies geschah im Vorfeld der neuen Inflationsdaten, die erheblichen Einfluss auf die Entscheidungen der Federal Reserve haben könnten.

Welche Auswirkungen hat die Unruhe auf den Bitcoin-Kurs?

Wenn Aktienmärkte unter Druck stehen, spürt auch der Kryptomarkt dies. In früheren Phasen der Risikoaversion fiel der Bitcoin-Kurs (BTC) oft mit Technologiewerten. Doch betrachten einige Anleger BTC auch als digitales Gold, eine sichere Anlage in unsicheren Zeiten.

Derzeit dominiert eindeutig ein risikoaverses Sentiment. Anleger realisieren Gewinne bei risikobehafteten Anlagen wie Kryptowährungen aus Angst vor weiteren Verlusten. Das steht im starken Kontrast zum Jahresbeginn, als sowohl Aktien als auch Krypto dank Optimismus über künstliche Intelligenz und Erwartungen von Zinssenkungen zulegten.

US-Inflationsdaten entscheiden über Bitcoin-Schicksal

Der Fokus liegt nun auf der US-Inflation. Ökonomen erwarten, dass die Kerninflation bei etwa zweieinhalb Prozent liegt. Diese Zahl, die Lebensmittel und Energie ausschließt, ist ein wichtiger Indikator für die Politik der Zentralbank.

Nach robusten Arbeitsmarktdaten sind die Erwartungen für schnelle Zinssenkungen deutlich gesunken. Der Markt rechnet erst im Sommer mit einem ersten Schritt nach unten.

Fällt die Inflation höher aus als erwartet, könnte dies die Zinsen länger hoch halten. Das ist in der Regel ungünstig für risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen. Ein positiveres Ergebnis könnte hingegen für Erleichterung an den Finanzmärkten sorgen.

Die kommenden Stunden könnten daher entscheidend für den Kursverlauf sowohl von Aktien als auch von Bitcoin sein.

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