Der Bitcoin (BTC) Kurs ist in den letzten Wochen gesunken, was erneut Unruhe unter den Anlegern hervorruft. Nach einer Phase starker Anstiege scheint die Dynamik nachzulassen, während der Kurs weiter zurückgeht. Dennoch sehen viele Analysten dies nicht als Beginn eines neuen Bärenmarktes. Ihrer Meinung nach könnte ein weiterer Rückgang dazu beitragen, den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Korrektur passt in den aktuellen Zyklus
Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der Bitcoin-Kurs bei 86.700 Dollar, was einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent in den letzten 24 Stunden entspricht. Analysten konzentrieren sich jedoch vor allem auf das Niveau um 70.000 Dollar. Einige Experten schließen nicht aus, dass Bitcoin vorübergehend in Richtung 65.000 Dollar fallen könnte.
Das klingt drastisch, doch laut Analysten entspricht eine solche Bewegung dem normalen Verlauf dieses Zyklus. Sie betonen, dass frühere große Korrekturen oft notwendig waren, um Platz für eine neue Aufwärtsphase zu schaffen.
Der Krypto-Trader Jackis sagt, dass sich Bitcoin derzeit in einer breiten Bandbreite bewegt, die das gesamte Jahr 2025 prägen könnte. Anders als bei früheren starken Rückgängen gibt es diesmal keine Panik aufgrund makroökonomischer Schocks. Der Verkaufsdruck entsteht hauptsächlich, weil frühe Investoren Gewinne mitnehmen, während größere Akteure wie Institutionen weiterhin ruhig einkaufen.
In den Charts sind zudem Signale zu erkennen, die auf eine mögliche Erschöpfung des Rückgangs hinweisen. Der Analyst Jelle weist auf eine mögliche bullische Divergenz im Dreitages-Chart hin. In früheren Phasen dieses Zyklus fiel ein solches Muster oft mit lokalen Tiefs zusammen, wobei eine Bestätigung laut ihm erst nach einer Phase der Konsolidierung möglich ist.

Korrekturen gehören zu einem reifen Bitcoin-Markt
Auch der Makro-Analyst Julien Bittel sieht Parallelen zu früheren Momenten, in denen der RSI von Bitcoin unter 30 gefallen ist. Historisch gesehen folgte darauf häufig eine Erholung, wenn auch selten ohne erhebliche Schwankungen. Laut Bittel erfordert die Bildung eines soliden Bodens Zeit und geht meist mit seitlichen Bewegungen einher.

Bittel zufolge spielt der bekannte vierjährige Halving-Zyklus eine immer geringere Rolle. Stattdessen wird der Markt stärker von globaler Liquidität und Schuldfinanzierungen beeinflusst. Das bedeutet, dass aktuelle Muster länger anhalten können, als es die Anleger gewohnt sind, möglicherweise bis ins Jahr 2026.
Auch der Fidelity-Analyst Jurrien Timmer setzt den aktuellen Rückgang in Perspektive. Er sieht Bitcoin seit 2022 in einem breiteren Aufwärtstrend mit weniger extremen Ausschlägen. Korrekturen gehören seiner Meinung nach dazu und bieten gesunde Gelegenheiten für den Einstieg neuer Käufer.
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