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Nach Einschätzung des Analysehauses K33 läuft der Countdown zum Bitcoin-Boden. Der Kurs ist so stark gefallen, dass mehr als die Hälfte aller Coins im Minus liegt. Damit hat aus Sicht der Analysten die entscheidende Phase begonnen.
Wiederholt sich die Geschichte, könnte die Schwächephase innerhalb von 59 Tagen überwunden sein.
In seinem Halbjahresbericht schrieb K33, dass am 5. Juni erstmals in diesem Bärenmarkt mehr Bitcoins im Minus lagen als im Gewinn.
Diese Kennzahl heißt Supply in Loss. Sie misst, welcher Teil des Angebots zuletzt oberhalb des aktuellen Kurses bewegt wurde. Steigt sie über 50 Prozent, ist das Angebot von Anlegern mit Gewinnpositionen weitgehend erschöpft.

Viermal kam es zuvor zu einem solchen Signal. Jedes Mal folgte der Boden des Zyklus, spätestens 101 Tage nach dem Überschreiten der Marke.
Inzwischen sind 42 Tage vergangen. Nur 2014 dauerte es länger.

In allen vier Fällen fiel der Kurs anschließend noch weiter. Der Bärenmarkt befand sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits in seiner Endphase.
Bitcoin fiel am 5. Juni auf ein Tief von knapp über 59.000 Dollar. Drei Wochen später markierte der Kurs rund 2 Prozent darunter ein neues Tief. In den vergangenen Wochen hat sich Bitcoin um mehr als 13 Prozent erholt. Der Abwärtstrend ist damit aber noch nicht beendet.
In diesem Bärenmarkt gab es bei Bitcoin bereits mehrere kräftige Erholungsrallys. Im Januar erreichte der Bitcoin-Kurs nach einem Kursanstieg von rund 21 Prozent ein Zwischenhoch. Im Mai folgte nach einem Plus von 37 Prozent ein weiteres Hoch.
K33 verwies bei dem Muster darauf, dass die Renditen im Folgejahr „in der Regel sehr solide“ ausfielen. Nach 2011 lag Bitcoin 359 Prozent höher, nach 2022 kamen 93 Prozent hinzu und nach 2018 noch 69 Prozent.
Die Ausnahme war 2014. Das war zugleich die langsamste Bodenbildung und das einzige Mal, dass Anleger ein Jahr später noch 25 Prozent im Minus lagen.
K33 selbst rechnet mit einem milderen Verlauf. Die Analysten gehen davon aus, dass das Schlimmste überstanden ist, und erwarten eine weniger harte Bodenbildung als in früheren Zyklen, weil auch der Bullenmarkt verhaltener verlief.
Eine weitere On-Chain-Kennzahl weist in dieselbe Richtung. Es geht um die sogenannte Realized Cap Variance, die die ursprünglichen Anschaffungskosten aller Bitcoins ins Verhältnis zu ihrem heutigen Wert setzt. Sie liegt in den untersten 6 Prozent ihrer gesamten Historie.

Der Unterschied zu Supply in Loss liegt darin, was gemessen wird. Diese Kennzahl zählt, wie viele Coins im Minus sind. Realized Cap Variance misst, wie groß dieser Verlust ist.
Der CryptoQuant-Autor Crazzyblockk erläuterte am Donnerstag in einem Blogbeitrag die Mechanik dahinter.
„Fällt die Varianz tief in den negativen Bereich des Z-Scores, ist die in Rallys aufgebaute emotionale Prämie weitgehend ausgepreist. Die Kennzahl erfasst kein Narrativ, sondern die Kapitalverteilung.“
Der Z-Score, ein Maß dafür, wie stark ein Wert von seinem Durchschnitt abweicht, liegt bei -2,35. Immer wenn das Modell längere Zeit darunter verharrte, folgte laut dem Blogbeitrag in den zwölf Monaten danach eine Rendite von mehr als 75 Prozent.
Dieses Signal trat zuvor dreimal auf, zuletzt Mitte 2022. Der niedrigste Wert lag im November 2018 bei -4,68, in der Nähe des von CryptoQuant genannten Zyklustiefs bei 3.792 Dollar.
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