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Nach einem turbulenten Jahr 2025, in dem der Bitcoin (BTC)-Kurs trotz eines neuen Allzeithochs mit Verlusten schloss, sieht Händler Jordi Visser Licht am Ende des Tunnels. Seiner Meinung nach wird Bitcoin 2026 alle anderen Anlageklassen übertreffen. Was steckt hinter seinem Optimismus?
In seinem jüngsten Newsletter argumentiert Jordi Visser, Leiter der AI Macro Nexus Research bei der Vermögensverwaltung 22V, dass Bitcoin 2026 die bestperformende große Anlageklasse sein wird. Nicht wegen Spekulation, sondern aufgrund eines strukturellen Wandels in der Finanzinfrastruktur.
Visser zufolge entwickelt sich die Wirtschaft zu einer sogenannten Maschinen-Ökonomie, in der autonome Künstliche Intelligenz (KI)-Agenten kontinuierlich Zahlungen abwickeln. Das traditionelle Banksystem ist darauf nicht ausgelegt. Transaktionen sind langsam, kostspielig und oft auf Bürozeiten beschränkt.
Stablecoins auf Blockchains bieten hingegen die notwendige Geschwindigkeit, niedrige Kosten und Programmierbarkeit, die diese KI-Wirtschaft benötigt. Daher sieht Visser Stablecoins als unverzichtbares Tor zur digitalen Wirtschaft der Zukunft.
Er vergleicht es mit Fabriken, die rund um die Uhr arbeiten, aber nur zu Bürozeiten liefern können. In einer Welt, in der Software in Echtzeit Transaktionen durchführt, ist das bestehende Banksystem schlichtweg überholt.
Stablecoins lösen dieses Problem. Da diese Transaktionen im Krypto-Ökosystem stattfinden, profitiert Bitcoin strukturell davon.
Laut Visser ist der Einfluss auf Bitcoin erheblich. Mit der Verbreitung von Stablecoins unter Verbrauchern, Unternehmen und KI-Systemen wächst der gesamte Kryptomarkt. Bitcoin bleibt dabei im Zentrum als dominantes Wertaufbewahrungsmittel mit der höchsten Liquidität und der längsten Erfolgsgeschichte.
Visser hebt auch die starke institutionelle Zugänglichkeit über Spot Exchange Traded Funds (ETFs) hervor. Diese Fonds verwalten mittlerweile über 126 Milliarden Dollar in BTC, wie Daten von CoinGlass zeigen.
Ein erheblicher Teil davon wird von Institutionen gehalten. Für sie bieten diese Fonds eine regulierte und einfache Möglichkeit, sich Krypto-Engagement zu verschaffen.
Visser betont, dass dies bereits geschieht. Er weist darauf hin, dass Stablecoins im Jahr 2025 schon mehr als 33 Billionen Dollar an Transaktionen abgewickelt haben, vergleichbar mit der jährlichen Verarbeitungsmenge von Visa und Mastercard. Diese Entwicklung werde sich fortsetzen, und jede neue digitale Transaktion öffne indirekt auch die Tür zu Bitcoin.
Diese Verschiebung in der Infrastruktur ist laut Visser der unterschätzte Treiber hinter der Bitcoin-Adoption. Während viele Investoren Krypto noch als spekulativ betrachten, zeigt die zugrunde liegende Infrastruktur eine fundamentale Transformation.
Visser meint, dass Investoren nicht warten sollten, bis die Adoption vollständig sichtbar ist. Die digitale Infrastruktur wird gerade aufgebaut. Wer erst einsteigt, wenn jeder überzeugt ist, verpasst seiner Meinung nach die größte Chance.
Diese Verschiebung ist bereits erkennbar. Große Unternehmen wie Amazon und Walmart entwickeln eigene Zahlungssysteme mit Stablecoins. KI-Agenten wählen dabei automatisch die günstigste und effizienteste Option. Das ist immer seltener eine traditionelle Bank.
Der Vermögensverwalter Franklin Templeton geht davon aus, dass der Bitcoin-Kurs im Jahr 2026 wieder über 100.000 Dollar steigen wird. Der Weg dorthin wird jedoch turbulent sein.
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